Blackwater-Söldner in der Ukraine. Bild: presstv.ir / Youtube

Irgendeiner ist es immer, der zum Schluss als der Kriegstreiber dasteht, meistens der Verlierer. Es lohnt sich daher, genau hinzuschauen, wer jetzt die Entwicklung der Gewalt in der Ukraine begünstigt und wer nicht.

Von Florian Stumfall

Für die USA ist die Sache recht einfach: Sie bezeichnen die militärische Offensive der Putsch-Regierung in Kiew als „ausgewogen“. Regierungssprecher Jay Carney erklärte im Weißen Haus:  „Wir sind uns darüber im Klaren, dass die Regierung in Kiew Schritte zur Senkung der Spannungen im Osten des Landes unternimmt.“ Carney und seine Befehlshaber machen die „prorussische Volkswehr“ für die eskalierte Gewalt in mehreren Städten der Ukraine verantwortlich, sehen aber andererseits in der jüngsten Entwicklung nicht die Gefahr eines Bürgerkrieges. „Diese Krise ist an und für sich leicht zu lösen, wenn Russland Verhandlungen akzeptieren, seine Streitkräfte (von der ukrainischen Grenze) zurückziehen und die Unterstützung für prorussische Aktivisten einstellen würde“, erklärte Carney. Die USA, so fuhr er fort, würden sich auf die Erweisung ökonomischer Hilfe für die Ukraine konzentrieren.

Genau das aber ist nicht so glaubhaft, wie es die USA gerne hätten. Aus den Reihen der Volksarmee wurden Stimmen laut, wonach es unter den Angreifern auf Seiten der Regierungstruppen auch Blackwater-Söldner gegeben habe. Das würde nicht nur die vereinfachende Stellungnahme des Weißen Hauses, sondern zum Teil auch den Besuch des CIA-Chefs Brennan in Kiew erklären. Und die USA wären somit bereits Teilnehmer eben der bewaffneten Auseinandersetzungen, die sie gezielt verharmlosen.

Auch Polen ermuntert die Verantwortlichen in Kiew, militärisch gegen den Osten des Landes vorzugehen. Laut Außenminister Radoslaw Sikorski haben sie das Recht dazu. „Vom rechtlichen Standpunkt aus verfügt die Ukraine über das Monopol der Gewaltausübung,“ sagt er und meint damit eine Regierung, die durch Putsch, Verfassungsbruch und ausländische Hilfe an die Macht gekommen ist. “Die Ukraine hat eindeutig das Recht“, wiederholte Sikorski im selben Atemzug, „gegen die bewaffneten Menschen mit Gewalt vorzugehen.“

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Demgegenüber hat Russlands Präsident Putin erklärt, der Einsatz der Streitkräfte durch Kiew zur Unterdrückung der Proteste im Süden und Osten des Landes sei unzulässig. Außenminister Lawrow hatte diese Entscheidung als eine äußerst gefährliche Entwicklung bezeichnet. „Diejenigen, die den Machthabern in Kiew zu solchem Vorgehen anspornen, müssen die gesamte Verantwortung dafür tragen.“

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3 KOMMENTARE

  1. Das Bild ist kein Beweiß für Irgendwas. Das ist einfach nur Hörensagen. Völlig ohne Beweiße soll jetzt jede Opposition zu Russland diffamiert werden. Diese Saat welche von den kommunistischen Einflußagenten in den Medien schon lange gesäht wurde, jeder kennt Blackwater als etwas schlechtes, geht jetzt langsam auf.

    • Hey Steve, Russland ist seit 20 jahren nicht mehr kommunistisch… haste das schon mitbekommen !?, die haben jetzt Marktwirtschaft und dabei nur ein Einkommenssteuer von 14 % , das muss der amerikanische Bankensozialismus erstmal nachmachen. Wegen dem Chodorkowski und denn anderen Geldausschleusern haben die Russen erst seit 2006 (PSA-Gesetzgebung) Geld im staatssäckle und haben wie ich finde dafür schon eine ganze Menge auf die Beine gestellt. Amerika hat über 100 Jahre über die FED die Welt ausgesaugt und sich an Fettlebe gewöhnt. Wenn die Amis eines Tage so schuften können wie die Chinesen (die seit 20 Jahren zu zwanzigts auf 40m2 hausen und arbeiten) dann wird big America wieder gesunden. 

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