Wie eine sehr interessante Studie aufzeigt, entscheidet bei den Kongresswahlen in den Vereinigten Staaten das Wahlkampfbudget über die Siegeschancen der Kandidaten. Damit wird ein negativer Aspekt ersichtlich, der beim Mehrheitswahlrecht die Korruptionsanfälligkeit der Kandidaten verdeutlicht.

Der ungeschriebene Grundsatz für Kandidaten bei den Wahlen zum Senat oder dem Repräsentantenhaus in den Vereinigten Staaten lautet in etwa: Wer zu Beginn der Kampagne die meisten Gelder auftreibt, motiviert weitere Geldgeber zu Spenden. Doch dies ist nicht die ganze Geschichte. Fakt ist auch, dass etwa neun von zehn Abgeordneten insgesamt mehr Geld für ihre Wahlkampagnen auftreiben konnten als ihre erfolglosen Herausforderer. Ebenso verfügen die Amtsinhaber durchschnittlich über knapp das Zweieinhalbfache (2,3 Millionen Dollar) Budget als ihre Kontrahenten (0,9 Millionen Dollar).

Dadurch begeben sich die Kongressabgeordneten jedoch in eine gefährliche Abhängigkeit, die zu schwerwiegenden Entscheidungen führen können. Immerhin machen Großspenden 41 Prozent der gesamten Einnahmen für die Wahlkämpfe aus, 26 Prozent stammen von den Spendenkommittees (Political Action Committee / PAC), und nur 23 Prozent von Kleinspenden der Bürger. Der Einfluss der großen Geldgeber auf die späteren politischen Entscheidungen kann deshalb durchaus als gegeben angesehen werden.

In der Grafik unten, die von der Antikorruptions-Organisation "represent.us" erstellt wurde, wird die gesamte Tragweite dieser Tatsache erst wirklich nachvollziehbar. Um das Bild in voller Größe zu sehen, klicken Sie bitte einmal auf das Bild.

Geld Kongress

Artikelbild: Flickr / Mark Fischer CC-BY-SA 3.0

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