Unabhängigkeit: Venetien will los von Rom, EU und NATO

Im Schatten des Krim-Referendums findet eine weitere Volksabstimmung zur Loslösung einer Region statt: Venedig und die Region Venetien wollen sich von Rom lösen – und damit gleichzeitig von der EU und der NATO. Doch die italienische Regierung will eine Abtrennung Venedigs und der Region nicht akzeptieren.

Weitestgehend von den Massenmedien totgeschwiegen findet derzeit, vom 16. bis zum 20. März, eine Abstimmung in der norditalienischen Region Venetien statt. Angesichts der miserablen Wirtschaftslage Italiens, dem politischen Chaos und dem schlechten Ruf der EU könnte eine Zweidrittelmehrheit für die Seperatisten durchaus möglich sein. Immerhin sollen ersten Umfragen zufolge 68 Prozent der Referendumsfrage „Willst du, dass die Region Venetien eine unabhängige und souveräne Republik wird?“ zustimmen.

Flagge VenetienDie italienische Regierung kündigte schon an, eine Unabhängigkeit der wohlhabenden Region nicht zu akzeptieren, da sie damit den ersten Dominostein zum Zerfall Italiens fallen sieht. Zurecht: die autonome Region Trentino-Südtirol weist ebenso hohe Zustimmungsraten für eine Trennung von Italien auf, wie generell die norditalienischen Provinzen und Regionen. Für die Menschen im Norden des Landes sind Rom und der Süden Schuld an der wirtschaftlichen und finanziellen Misere.

Region VenetienSollte das Referendum tatsächlich von einer breiten Bevölkerungsmehrheit der rund 4,9 Millionen Einwohner zählenden und 18.391 Quadratkilometer großen Region unterstützt werden, wollen die Initiatoren sofort jegliche Zahlungen an Rom einstellen. Sollte dies geschehen, könnte die Region wohl bald von NATO-Truppen besetzt werden.

Venedig, welches einst im Mittelalter eine regionale Großmacht war und neben dem Adriaraum sogar einen Teil der Ägäis beherrschte, möchte sein Recht auf Selbstbestimmung wahrnehmen. So wie dies Basken, Katalanen und Schotten tun. Weder die NATO, die EU, noch nationalstaatliche Führungen sollen darüber befinden dürfen, welche Zukunft sich die Menschen einer Region vorstellen. Und wer weiß – vielleicht sieht die politische Europakarte in fünf oder zehn Jahren deutlich anders aus als heute. 

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7 Kommentare

  1. Ich bin als Venezianer Raus aus Italien, Raus aus EU und Nato.

    Wir brauchen keine Mitgliedschaft zur iergendeinen Vereinigung, denn wir sind Venezianer und möchten Frei sein.

    Denn wir sind Venezianer.

  2. Die Bavaria sancta sollte sich auch loslösen. Ihr lieben, tapferen Venetier macht es vor: Für ein Europa der Vaterländer! Für ein freies Venetien in einem Moloch Italien! Für ein freies bayern in einem Moloch namens "BRD"!

  3. Ein guter Artikel, chapeau 🙂
    Ich hab davon bei Stimme Russlands gelesen.

    Ich habe jede Sympathie fuer Sezessionisten, die keinen Bock mehr haben auf die Scheiss EU und ihre Geldadelsdiktatur.
    Frueher waren es nur Nordiren, Schotten, Bosnier, Kosovaren, Katalanen und Basken, die weg wollten aus der Zwangsbeglueckung, nun immer mehr Regionen. Fehlt nicht mehr lange, und die „Freistaaten“ Bayern und Sachsen wollen auch weg, lol ^^

    Die Venezianer bleiben natuerlich Italiener, aber eben nicht von Rom herumkommandiert wenn’s klappt. Sollte der italienische Staat dann genauso brutal gegen die Leute vorgehen wie Janukowitsch vorher in der Ukraine, werden sie die Verantwortlichen auch gleich vor den Internationalen Gerichtshof laden. Denn trotz des EU-US gesteuerten Faschoputsches und den von dieser kriminellen Bande angeheuerten Snipern, die die Schuld in die Schuhe von Janukowitsch schieben sollten, war Janukowitsch auch vorher kein „lupenreiner Demokrat“. Der Futtertrog ist derselbe geblieben, nur die Schweine haben gewechselt.

    Fazit: Das beste Europa ist nicht das zwangsgeeinigte und zwangsenteignete Europa, sondern eine Kooperative von echten freien und basisdemokratischen Laendern, die sich nur freiwillig zu etwas entscheiden, und zwar entschieden vom Volk in Referenden, NICHT von ihren angeblichen Volksvertretern, die nur Lakaeien, Bauchredner und Handlanger der Elitisten sind.

  4. Es wird in Zukunft keine Monopole und feste Zugehörigkeiten geben..  so wie man heute den Stromanbieter od Telefongesellschaft auswählt, werden Gemeinden und Regionen frei über ihre Zugehörigkeit oder Autonomie entscheiden. Als Weltbürger kann ich ja jetzt auch schon meinen Aufenthalt frei wählen..

  5. @Peter

    Keine Monopole… das waere wuenschenswert. Aber bei den festen Zugehoerigkeiten irrst Du dich. Genau das Gegenteil ist der Fall, denn genau dagegen gehen immer mehr Buerger vor, die Bevormundung, das Diktat, der krankhafte ideologiegesteuerte Versuch der Ego-Elitisten, alle Grenzen niederzureissen, die Leute zu zersplittern in jederlei Hinsicht. Das ist gegen die Natur, den lebende Wesen bis hin zur kleinsten Zelle und Molekuel suchen immer den Verbund und die Gemeinsamkeit.

    Daher sehe ich Deinen Ausspruch als ohnmaechtigen resignativen Seufzer denn als wahre (erwuenschte?…) Prognose.

    Was die letzte Aussage betriftt, spielst Du wahrscheinlich auf die Kulturkreativen und ihre basisdemokratische Gemeinwohloekonomie an.
    Ja, das denke ich auch, es wird sich durchsetzen. Aber vorher wird es krasse Kriege geben darum die Herrschaft der Wenigen ueber die Vielen loszuwerden.
    Ich bin immer optimistisch, kein bleierner notorischerdepressiver Schwarzseher, Kulturpessimist und Entmutiger. Die Geschichte hat sich schon immer zwei Schritte vor und einen zurueck entwickelt, sonst waeren wir heute noch in der Steinzeit.
    Das Gute wird sich durchsetzen, und damit meine ich nicht diese aetzenden „Gutmenschen“ mit ihrer Maske vor der boesartigen sinistren Fratze.

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