Der politische Umsturz in der Ukraine dient lediglich den Interessen der globalen Finanzoligarchie. Timoschenko und Konsorten sind lediglich willfährige Helfer der Ausplünderung. Wenn die Ukrainer tatsächlich glauben, mit der EU würde es besser, irren sie sich. Daran verdienen wird nämlich nur eine kleine Minderheit.

Mit dem Putsch gegen die gewählte Regierung Janukowytschs haben sich die nationalistischen Kräfte der Ukraine ins eigene Fleisch geschnitten. Zwar besitzen sie jetzt de facto die Staatsgewalt, doch das Land ist ökonomisch und finanziell beinahe am Ende. Russland hatte immer wieder Unterstützung angeboten und dafür als Gegenleistung immer nur die Einhaltung der Abmachungen verlangt, wonach eine "Regierung der nationalen Einheit" die Ukraine bis zu den Neuwahlen verwalten sollte. Doch der Egoismus und die Allmachtsallüren der neuen Rechtsregierung machten dies zunichte.

Vor lauter nationalistischer Überheblichkeit bemerkt die illegale Führung in Kiew nicht, wie sie lediglich als Marionetten und Handlanger der NATO dienen. Das nordatlantische Terror… Verteidigungsbündnis wiederum ist lediglich der militärische Arm der westlichen Finanzoligarchie, welche ihren ökonomischen Imperialismus notfalls auch mit Waffengewalt durchsetzen möchte. Mit falschen Versprechungen wurden die Maidan-Putschisten (in der Ukraine oftmals auch als "Maidan-Sekte" bezeichnet) dazu gebracht, anstatt abzuwarten und eine demokratische Lösung zu finden, gleich Nägel mit Köpfen zu machen.

Heute sitzen die Putschisten in der Rada und brüskieren Russland mit chauvinistischen Vorschlägen und Gesetzesanträgen. Die ethnischen Russen, die immerhin etwa 17 Prozent der Bevölkerung ausmachen, werden zunehmend ausgegrenzt, so dass die geplante Volksabstimmung über die Zukunft der vorwiegend von Russen bewohnten Krim nur eine logische Reaktion war. Ebenso äußerst fragwürdig ist die Installation von politisch genehmen Gebietsgouverneuren, die zu Hilferufen ostukrainischer Städte an Russland führten: Im Westen sind es Vertreter der nationalistischen "Swoboda", ansonsten ausschließlich Vertreter von Timoschenkos "Vaterlandspartei", die aus purer Provokation auch noch zwei Oligarchenfreunde der "Gasprinzessin" an die Spitze zweier Oblaste im russisch geprägten Osten einsetzte.

Mit dieser Politik jedoch bleibt der politischen Führung nichts weiter übrig, als die EU und den IWF um finanzielle Unterstützung anzubetteln. Damit einhergehend muss die Ukraine jedoch rigide Sparmaßnahmen durchführen, die zu Lasten der breiten Bevölkerung gehen, während es sich die Milliarden Dollar schweren Oligarchen wie immer richten können. Im Gegensatz zu Russland verlangen die westlichen Geldgeber nämlich massive Einschnitte in den Staatshaushalt. Sollte die Ukraine einen Antrag auf EU-Mitgliedschaft stellen, könnten zwar Förderungen ins Land fließen – allerdings obläge die Verteilung der Gelder den nationalen Behörden. Diese würden die Millionen an Euro jedoch wohl ziemlich sicher nur ihren Günstlingen zukommen lassen, womit große Teile der ukrainischen Bevölkerung nur mehr mit Opportunismus überleben könnten.

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Wenn die Maidan-Koalition die nächsten Wahlen gewinnt, wird dies die totale Unterwerfung des Landes an die westliche Finanzoligarchie mit sich bringen. Die potentielle Mitgliedschaft in der NATO, wie es die Koalition sich wünscht, brächte dann keine Sicherheit, sondern die Besetzung der Ukraine mit sich. Damit könnte sich die Bevölkerung kaum mehr von den Fesseln lösen, die ihnen die neue Führung angelegt hat. Doch so weit denken die Putschisten und ihre Anhänger in ihrer nationalistischen Euphorie gar nicht. Wären sie echte Patrioten, hätte die Maidan-Koalition den Ausgleich mit Europa und Russland gesucht und auch die russische Minderheit eingebunden. So jedoch biedern sie sich jenen Kräften an, für die die Ukraine nur ein neuer Markt ist, der billige Arbeitskräfte zur Verfügung stellt und enorme landwirtschaftliche Ressourcen besitzt. In wenigen Jahren gehört der Großteil des Landes irgendwelchen internationalen Konzernen, während sich die nächste Clique an Politikern und Opportunisten auf Kosten der Bevölkerung bereichert haben.

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