Das österreichische Arbeitsmarktservice (AMS) geht davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in der Alpenrepublik noch mindestens bis 2015 auf einem Rekordniveau bleibt. Bessern soll sich die Situation erst ab der zweiten Jahreshälfte kommenden Jahres.

Österreich hat nicht nur Rekordzahlen bei der Beschäftigung, sondern auch bei der Arbeitslosigkeit vorzuweisen. Für dieses Jahr erwarten die Analysten einen Anstieg der Arbeitslosenquote (nationale Definition) auf 8,1, für nächstes Jahr immer noch 8,0 Prozent. Eine höhere Arbeitslosenqute gab es zuletzt 1953, als 8,7 Prozent keine Beschäftigung hatten.

Das AMS rechnet heuer mit einem Plus von 21.200 Arbeitslosen, so dass im Schnitt 308.400 Menschen auf Suche nach Arbeit sein werden. An Schulungsteilnehmern rechnet das AMS in etwa 80.000 Personen ein. Besonders vom Stellenabbau betroffen sind die Banken, sowie die Branchen "Verkehr und Lagerei" und das "Grundstücks- und Wohnungswesen". Einen Zuwachs an Jobs soll es hingegen bei den Leiharbeitern geben, so das AMS.

Ob die Prognosen nicht doch zu optimistisch sind, wird sich noch zeigen. Immerhin könnten sich der aktuelle Disput der EU und der USA mit Russland, sowie die wachsenden Unruhen im Nahen und Mittleren Osten noch sehr negativ auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung auswirken. Nicht zu vergessen die anhaltenden wirtschaftlichen Probleme in Frankreich und Italien.

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