Von NSA-Trojanern infizierte Computer dürften offenbar keine Seltenheit sein, wie Berichte von Glenn Greenwald aufzeigen, die auf den Enthüllungen Edward Snowdens basieren. Damit können die US-Schnüffler jederzeit auf gespeicherte Daten zugreifen und auswerten.

Bedenkt man, dass die Verwendung von NSA-Malware schon seit einigen Jahren praktiziert wird und sich die geleakten Daten auf Berichte von 2009 beziehen, wird das Ausmaß der Bedrohung persönlicher Daten durch wissbegierige NSA-Datensammler erst recht erkennbar. Einerseits deshalb, weil dies ziemlich sicher nur die Spitze des Eisbergs ist, andererseits sind seitdem rund fünf Jahre ins Land gezogen. Seitdem haben sich die technischen Möglichkeiten massiv verbessert. In dem Bericht von Greenwald und Ryan heißt es:

Das automatisierte System – Codename TURBINE – wurde entwickelt um damit das aktuelle Implantate-Netzwerk auf einen großen Umfang (Millionen von Implantaten) zu skalieren, indem ein System kreiert wurde welches automatisch die Implantate nach Gruppen, anstatt einzeln kontrolliert.

Im Jahr 2004, nach internen geheimen Aufzeichnungen, verwaltete die Agency ein kleines Netzwerk von etwa 100-150 Implantaten. Doch während der nächsten 6-8 Jahre als eine Eliteeinheit namens "Tailored Access Operations" (TAO) neue Hacker rekrutierte und diese neue Malware entwickelten, stieg die Zahl der Implantate in die Zehntausende.

In vielen Fällen scheinen Firewalls und andere Sicherheitsmaßnahmen kein großes Hindernis für die NSA darzustellen. In der Tat vertrauen die Hacker der NSA auf ihr Können, jeden Sicherheitsmechanismus der dazwischen steht zu umgehen, und den Computer oder das Netzwerk zu gefährden. "Wenn wir das Ziel dazu bringen können, uns mit irgendeinem Webbrowser zu besuchen, können wir sie wahrscheinlich besitzen", rühmt sich ein Hacker der Agency in einem Geheimdokument.

Den vollen Bericht in englischer Sprache finden Sie auf "The Intercept".

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