Das angebliche Musterland unter den europäischen Krisenstaaten musste im vierten Quartal 2013 einen drastischen Rückgang der Wirtschaftsleistung verkraften. Was für manche Beobachter überraschend kam, war jedoch angesichts der weiterhin anhaltenden ökonomischen Probleme abzusehen.

Auf ganze 2,3 Prozent belief sich das Minus im letzten Vierteljahr, während die traditionell zu optimistischen Analysten von einem Wachstum in Höhe von 0,4 Prozent ausgingen. Damit entspricht die Realität wieder einmal nicht den Prognosen angeblicher Experten, die offenbar aufs Geradewohl zu raten scheinen.

Als Grund für den BIP-Rückgang werden der Rückgang beim Binnenkonsum (-0,6 Prozent) und deutlich stärker wachsende Importe (+5,8 Prozent) als Exporte (+2,1 Prozent) angegeben. Für das Gesamtjahr 2013 bleibt somit ein Minus bei der Wirtschaftsleistung von 0,3 Prozent. Bedenkt man, dass die Europäische Kommission für 2014 und 2015 mit Wachstumsraten von 1,7 und 2,2 Prozent rechnet, dürften diese Schätzungen angesichts der nach wie vor angeschlagenen Wirtschaft auf der grünen Insel auch deutlich zu hoch gegriffen sein.

Die massiven Sparmaßnahmen von etwa 31 Milliarden Euro während der letzen fünf Jahre, sowie die umfangreiche Auswanderungswelle setzten der irischen Wirtschaft stark zu. Hinzu kommt, dass der Großteil der "Rettungsgelder" zu den Banken floss, während den Menschen und der Realwirtschaft immer mehr abverlangt wurde. Damit kann man der europäischen Krisenpolitik auch im Falle Irlands ein Totalversagen vorwerfen.

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