Wie sehr sich die Vermögensverteilung in Großbritannien in Schieflage befindet, zeigen aktuelle Zahlen die sich auf den Forbes-Bericht der reichsten Menschen der Welt berufen. Demnach besitzen die fünf reichsten Familien Großbritanniens mehr Vermögen als das ärmste Quintil des Königreichs.

Die 1942 gegründete britische Hilfsorganisation Oxfam nahm die jüngst veröffentlichte Milliardärsliste des US-Magazin Forbes zum Anlass, einen kleinen Vergleich der Vermögensverteilung im Vereinigten Königreich anzustellen. Demnach besitzen die fünf reichsten Familien mit 28,2 Milliarden Pfund etwas mehr als die ärmsten 20 Prozent – 12,6 Millionen Menschen – des Landes, die auf ein Vermögen von 28,1 Milliarden Pfund (2230 Pfund pro Kopf) kommen.

Zugleich warnte die Hilfsorganisation davor, dass durch die rigiden Sparmaßnahmen der Regierung weitere 2,7 Millionen Briten, darunter 800.000 Kinder, in die Armut gestoßen werden. In einer Pressemitteilung sagte Ben Phillips, Direktor für Kampagnen und Politik: "Es ist zutiefst beunruhigend, dass es heute dieses extreme Niveau der Vermögensungleichheit in Großbritannien gibt, auf dem eine Hand voll Leute mehr Geld besitzt, als Millionen die am Existenzminimum um ihr Überleben kämpfen."

 

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