Europa, quo vadis? Der Konflikt zwischen dem Westen und Russland führt zur Frage, welchen Weg Europa gehen sollt. Werden wir weiterhin an den Vereinigten Staaten von Amerika festhalten oder vielleicht doch enger mit Moskau zusammenarbeiten? Welche Entscheidung wäre langfristig sinnvoller?

Wir Europäer, von der Atlantikküste bis an den Ural, vom Nordkap bis zum Mittelmeer, haben eine wechsel- und leidvolle Geschichte hinter uns. Wir sahen Großreiche entstehen, erblühen und wieder zerfallen und wir erlebten blutige Kriege um die kontinentale und globale Vorherrschaft, schamlose Intrigen von Machtzirkeln, die mit dem Leben von Millionen unschuldiger Menschen bezahlt werden mussten.

Immer wieder spielten die Interessen weniger Elitisten eine größere Rolle als jene der Völker. Religionsführer, Adelige, Politiker und geldmächtige Plutokraten trieben die Kunst der Aufhetzung ihrer Gefolgsleute und Untergebenen bis zu den grausamen Höhepunkten der Völkerschlachten der letzten Jahrhunderte.

Heute jedoch wähnen wir uns in Sicherheit vor den Demagogen. Wir glauben tatsächlich, dass wir inzwischen intelligent genug wären, um die Machenschaften der Kriegshetzer und Aufwiegler zu durchschauen. Doch, tun wir das tatsächlich? Vermögen wir es wirklich, die subtile Propagandamaschinerie von Politik und Presse zu erkennen und uns dessen bewusst zu werden?

Der aktuelle Konflikt um die Ukraine, das Ringen der Mächte um jenen Flecken Land, welcher das historische Herzstück des heutigen Russlands darstellt, zeigt uns doch auf, wie sehr wir aufgehetzt werden sollen. Dabei ist die Ukraine, sind all die Menschen die dort leben, nur ein Bauernopfer globalistischer Strategen.

Denn, Europa befindet sich auf einem Scheideweg. Einem Scheideweg, der uns Europäern nur zwei Möglichkeiten lässt: Wollen wir einen transatlantischen korporatistischen Superstaat, in dem die Konzerne und deren steinreichen Eigentümer die politische Gewalt inne haben? Wollen wir es zulassen, dass uns unsere transatlantischen Politiker an jene Ausbeuter verkaufen, die aus den globalen Konflikten Profite erzielen? Jene Ausbeuter, die den 1645 Dollar-Milliardären dieser Welt noch mehr Macht und Einfluss einräumen wollen, um das Finanzregime der Unterdrückung am Leben zu erhalten?

Oder wollen wir ein transkontinentales Bündnis freier und selbstbestimmter Völker? Ein Bündnis, welches die kulturelle, ethnische und religiöse Vielfalt des eurasischen Kontinents respektiert – ja, diesen Pluralismus sogar fördert! Wollen wir eine gleichberechtigte Zusammenarbeit in der jede Stimme gehört wird? Diesen Weg können wir jedoch nur gemeinsam mit Russland gehen. Erstens haben die Russen mit der Wahl Vladimir Putins zum Präsidenten bewiesen, dass man sein Land nicht an die Interessen der globalen Finanzoligarchie verkaufen muss. Zweitens ist Russland für uns – langfristig gesehen – wirtschaftlich deutlich wichtiger als die leere Hülle USA, die ihre Schulden mit selbstgedruckten Dollars bezahlt.

Wir Westeuropäer brauchen Russland wie Russland auch uns Europäer braucht. Russland bezahlt seine Importe mit Rohstoffen, die Amerikaner mit Schulden. Wir jedoch brauchen Rohstoffe, keine Zahlungsversprechen. Russland hat keine Truppen mehr auf dem Boden der Bundesrepublik, die Amerikaner hingegen nutzen deutsches Territorium als Drehscheibe für ihre Angriffskriege – und sie ziehen die NATO-Mitgliedstaaten auch noch in ihre ökonomisch motivierten Kriege hinein.

Unsere Politiker in Europa sind beinahe durchwegs Transatlantiker. Dazu muss man sich nur einmal ansehen, bei welchen Vereinen und Institutionen die führenden Riegen dabei sind. Sie sind ein Teil des perfiden Systems, welches nur wenige Gewinner aber viele Verlierer hervorbringt. Die sogenannte "transatlantische Partnerschaft" ist jedoch in Wirklichkeit keine "Partnerschaft", sondern ein autokratisches System, in dem die wahren Herrscher der Vereinigten Staaten ihre Anweisungen geben, die von den untergebenen "Partnerländern" umgesetzt werden sollen. Putins Russland hingegen ist den europäischen Ländern eigentlich immer auf gleicher Augenhöhe begegnet, und suchte vor allem die Zusammenarbeit, nicht die Dominanz.

Wie wollen wir Europäer uns also entscheiden? Wollen wir weiterhin als Vasallen der USA in (globale) Kriege und Konflikte hineingezogen werden, oder uns nicht doch lieber an einer konstruktiven Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn üben? Noch können wir handeln und für ein besseres Europa votieren. Es fragt sich nur, wie lange diese Möglichkeit besteht.

10 KOMMENTARE

  1. Raus aus der Nato und Europa sollte ein neutraler Kontinent werden ohne Einmischung von aussen.

    Das wäre die Gelegenheit sich von der angeblichen Schutzmacht der USA zu befreien und auf eigenen

    Beinen zu stehen,den Rockzipfel an dem Europa hängt los zu lassen.

  2. Ein guter engagierter und flammender ueberzeugender Appell, Marco!
    Kann ich nur unterschreiben, alles aufgefuehrt was wichtig ist. insbesondere all die hohlen Formeln des verlogenen gierigen Westens enttarnt. Mann Alter, hoechste Zeit das ihr eine Zeitung herausgibt, solche Berichte will ich in der U-Bahn lesen und allen zeigen die da mit mir fahren, um endlich den Systemblaettern ein Contra entgegenzusetzen!
    Ich bin fuer eine pdf Datei jede Woche im A4 oder A3 Format, die sich jeder zuhause selber ausdrucken kann, und dann spazierenfaehrt !

    trotzdem hab ich ein paar Fragen:
    Woher hast Du die Info mit den 1645 Dollar-Milliardaeren, welche Quelle hast Du herangezogen?
    Ich sehe nicht die Krim als Herzstueck Russlands, es wurde erst sehr spaet erobert und die tataren vertrieben. Woher hast Du Deine Ansicht?

    Gesegnete Gruesse 🙂
    Otto

  3. Eben, Wachtmeister, "Schutzmacht" USA, das ist ja ein Witz! Immer diese laecherlichen Mythen in Tueten, die man uns unter die Nase reiben will ;D

    Schutzgelderpresser passt da wohl eher.

  4. Ich weiss nicht was hier los ist, aber immer wenn ich einen proxy benutze, erfahr ich nicht ob der abgesendete post ankommt. Jetzt versuch ich einen anderen.

    @Marco
    Aha, ok, thx. Ich hab aber auch noch anderes gesagt – ueberhoert? 

    @Wachtmeister
    "Schutzmacht USA", pff, wenn ich DAS schoen hoere, da lachen ja die Huehner… Schutzgelderpresser waere da schon passender 😛

    Otto

    • Das liegt an den wechselnden IP-Adressen. 😉 Bleib bei einer, während du kommentieren möchtest, dann muss ich nur den ersten freischalten. 😀

      Was die PDF betrifft – momentan ist es zeitlich zu knapp dafür. Ich würde das eMag gerne schon jetzt umsetzen, lohnt sich aber vom Aufwand her leider kaum, da ich derzeit lediglich auf jene Artikel zurückgreifen müsste, die ohnehin schon online sind. Doch wenn die Nachfrage da ist, kann ich ja wöchentlich eine Sammlung der Artikel als PDF zur Verfügung stellen.

  5. Leider wird das alles immer sehr verzoegert hier angezeigt, Marco.
    ich muss die Seite 2-3x neu laden um zu sehen, ob der post ueberhaupt bei euch angekommen ist. Ok, ich bleib jetzt bei dem proxy http://proxy2974.my-addr.org.
    Kannst Du mir bitte sagen, welche IP er bei euch anzeigt? Danke im voraus 🙂

    Was Du zur emag pdf sagst, da freut mich Deine Haltung.
    ich verstehe aber nicht, wie Du das meinst mit zeitlich zu knapp? Arbeitest Du denn noch an anderen Sachen gleichzeitig oder auf welches Timeline-Enddatum beziehst Du dich?
    Ich glaub, Du stellst Dein Licht unter den Scheffel, ihr habt doch schon soviele Artikel zusammen! Das reicht doch voellig, muss doch keine 100 seiten pdf Zeitung werden. Abgesehen davon dass es eine Pioniertat waere… ich glaub da ist noch keiner drauf gekommen, oder?

    Also ich bin fuer eine woechentliche Sammlung als PDF. Mach doch vielleicht eine Umfrage da wo jetzt die ukrainische Umfrage steht? Obwohl ich glaube das nicht genug Stimmen zusammenkaemen, da es hier zuwenig Leser gibt. Das macht aber nichts, denn ihr koennt schon damit anfangen und DADURCH ERST mehr Leser anlocken, denn es ist ein sehr nutzlicher attraktiver Mehrwert!

    Gruss Otto :]

    • Naja, Proxys haben eben ihre Tücken. 😉 Aber normalerweise müsste es durchgehen, auch wenns nicht gleich angezeigt wird. Die IP: 91.197.129.74

      Nun, ich schreibe auch für die Buergerstimme (unsere Partnerseite), hin und wieder für die Neopresse, sowie für die Printausgabe des Preußischen Anzeigers.

      Wenn du mal hier schaust (http://www.contra-magazin.com/das-magazin/) findest du eine Testausgabe, in der ich das ungefähre Layout wie wir es uns in etwa vorstellen verwendet habe. Bei einer wöchentlichen Erscheinungsweise würde ich wohl auf etwa 10-20 Seiten kommen.

      Zu wenig Leser? Naja, momentan schwankt es zwischen 1500 und 5000 Page Impressions pro Tag. Aber die Umfrage kann ich erstellen. 🙂

  6. Ich lach mir n‘ Ast… weisst Du wo der Proxyserver steht? In Kiev, der Ukraine *lol* 😀 Na so ein Zufall aber auch ^^ Ich fass es nicht. Da gehts die tage nur um die Ukraine, und ich lande ausgerechnet bei einem server von denen. Na ja, hoffentlich keins was Kreditkartendaten und so abgreift… =P
    Aber in Osteuropa ist vielleicht immer noch besser als bei den allgegenwaertigen USA-Servern zu landen, geht ausserdem schneller der Seitenaufbau. Ich hab vor ein paar Jahren mit ripe whois Abfragen mal gecheckt, WEM denn eigentlich soviele Proxyserver in den USA gehoeren, aus reiner Neugier… und siehe da: Als eingetragene Besitzer stand da oft nur „Intelligence…“ … Na wenn DAS einem „nichts“ sagt…

    Sag mal, wenn Du soviel fuer alle moeglichen Magazine schreibst – ja wann schlaefst Du dann eigentlich noch? 😛
    Ich hab sie mir uebrigens alle angeguckt, auch all Deine Buecher bei amazon (dazu ein andermal!), und wunder mich, dass Du als Oesterreicher fuer die preussen schreibst, haha ^^ Wie kams dazu? Na jedenfalls finde ich DIE nicht besonders attraktiv, ist mir irgendwie zu bieder und spiessig.
    Die anderen beiden sind ok, aber ich ziehe das Contra hier vor. Bei Contra denke ich uebrigens immer an Nicaragua ;D …Habt ihr auch solche schoenen Rebellenmuetzen auf, Che Maier? xD Hier fehlt noch ein cooles Logo ;]

    Das downloadbare Testmagazin dass Du mir schon mal empfohlen hast ist weitestgehend gelungen. Im Detail antworte ich Dir aber ein anderes mal drauf, ok?

    Die guten „page impressions“ sagen aber nichts darueber aus, wieviele der (regelmaessig?) Mitlesenden sich auch „mit-meinend“ hier betaetigen, gell? 🙂
    Es waere uebrigens mal interessant von euch zu erfahren, woher denn eigentlich all eure Leser kommen? D.H. welche Top Ten Laender oder Staedte z.B., oder ob bestimmte URLs sehr haeufig vorkommen… waere ja witzig wenn sich zeigt, das viele Pings von Redaktionen bekannter Zeitungen kommen… lol
    Nicht so toll, wenns Geheimdienste sind…
    Ich geb zu, ich bin Statistik Fan 🙂 So ein kleiner Einlick fuer alle z.B. von wieviel Leuten ein Artikel bei euch aufgerufen wurde, ist interessant, und sorgt ausserdem werbend fuer euer Renommee, denn das zeigt dann allen, hey, hier ist ja doch Interesse da, hier wird mitgelesen. Waer nicht schlecht, oder?

    Gruss
    Otto

    • Hehe, darum hakts vielleicht ab und an. In der Ukraine wird ja teilweise schon das Internet abgedreht.

      Ja, ich schlafe schon noch. Keine Sorge. 😀 Jo, ich machs ja für den Hagen der den PA herausgibt. Ein echt feiner Kerl. 🙂

      Tja, Einzelheiten zu den Besuchern werde ich hier nicht angeben. Aber: Hauptsächlich stammen unsere Leser aus Deutschland und Österreich, dazu kommen noch einige aus anderen Ländern. Von Zeitungswebseiten (aus den Kommentaren) gibt es auch immer wieder Besucher. 

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