Die europäische Sanktionsfront gegen Russland bröckelt

Wirklich glücklich mit den Sanktionen gegen Russland waren einige europäische Staaten ohnehin nicht. Nun schert mit Bulgarien das erste Land komplett aus. Beginnt die antirussische Front in der Europäischen Union nun langsam zu bröckeln?

Auf dem heutigen EU-Gipfel sagte der bulgarische Premierminister Plamen Orescharski: "Ich muss hervorheben, dass wir weitgehende Wirtschaftssanktionen ohne Bewertung von deren Wirkung nicht unterstützen würden. Nach unseren Einschätzungen werden wir unter den Ländern sein, die unter den Sanktionen am schlimmsten leiden werden." Damit drückt er wohl das aus, was diversen Politikern anderer Länder ebenfalls durch den Kopf gehen dürfte.

Immerhin ist Russland für viele EU-Staaten ein wichtiger Handelspartner, so dass Sanktionen die ohnehin lahmende europäische Konjunktur weiter belasten. Insbesondere die Energieversorgung, aber auch die Finanzwirtschaft einiger Staaten könnten unter den potentiellen Gegenmaßnahmen leiden.

Scharfmacher wie Warschau, welches als US-Vasall deutlich schärfere Sanktionen fordert, und Berlin sind darüber wenig erfreut. Immerhin sehen sie im Osten schon wieder das Morgenrot. Anstatt zu erkennen, dass der Griff nach Osten durch die NATO für Russland eine reale sicherheitspolitische Bedrohung darstellt, die nicht einfach so hingenommen werden kann, werden die Fakten verdreht.

Der Schritt Bulgariens ist richtig und wichtig. Um eine Eskalation zu verhindern, bei der es auf beiden Seiten nur Verlierer geben wird, muss eine diplomatische Lösung des Konflikts um die Ukraine gefunden werden. Dazu müssen die Europäer jedoch erst einmal Russland anhören und die Fakten akzeptieren.

 

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Ein Kommentar

  1. Das sehe ich auch so, erfreulich dass mal einer nicht den Abnicker mimt und zu allem Ja und Amen sagt, deswegen Bravo Bulgarien!
    Das den USA liebedienerische Europa schneidet sich mit den Sanktionen nur ins eigene Fleisch, da sie dann von Russland gegensanktioniert werden 😉
    Siehe Links oben

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