Im südamerikanischen Venezuela gehen die Proteste von Regierungsgegnern weiter. Sicherheitskräfte hatten am Freitag eine Blockade der Autopista Francisco Fajardo in der Hauptstadt Caracas mit Hilfe von Tränengas und Wasserwerfern gewaltsam aufgelöst.

Mehrere tausend Menschen, vornehmlich Studenten, demonstrierten am Freitag gegen die linksgerichtete venezolanische Regierung. Diese versuchte den Kurznachrichtendienst Twitter zu sperren, um die Koordination der Demonstranten zu stören. Allerdings konnten die Regierungsgegner diese Sperre umgehen.

Währenddessen ruft die rechtsgerichtete Opposition weiterhin zu friedlichen Demonstrationen und Protestaktionen gegen Präsident Maduro auf, der das Amt des verstorbenen Hugo Chavez übernahm. Inzwischen sorgt sich jedoch selbst die UNO über die zunehmende Gewalt, bei der in den letzten Tagen drei Menschen getötet, dutzende verletzt, und über hundert Menschen inhaftiert wurden.

An der Gewalteskalation sollen laut Oppositionspolitikern eingeschleuste Provokateure schuld sein. Nun befürchten die Vereinten Nationen, dass sich die Spirale der Gewalt immer schneller drehen könnte, da sich die Stimmung im Land zunehmend aufheizt. Maduro ließ seine Landsleute wissen, dass Venezuela nicht die Ukraine sei, und rief dabei zu einem Marsch "für den Frieden und gegen den Faschismus" auf. Für ihn sind die Oppositionellen generell Faschisten und potentielle Putschisten.

Artikelbild: Twitter

Loading...

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.