Die Global-Hawk-Drohne.

Wie die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" mitteilte, wurden bei einem US-Terroranschlag im Dezember mittels einer Drohne 12 Zivilisten getötet und 15 weitere teils schwer verwundet. Die US-Behörden behaupten nach wie vor, die Mitglieder einer Hochzeitsgesellschaft wären Mitglieder der Al-Quaida gewesen.

Am 12. Dezember 2013 wurde ein Konvoi von elf Fahrzeugen in Raddah im südlichen Jemen von einer Drohne mit vier Hellfire-Raketen beschossen, weil das US-Militär anhand von jemenitischen Regierungsangaben vermutete, dass sich Mitglieder der islamistischen Organisation Al-Quaida darunter befänden. Damit bestätigt sich der Vorwurf Greenwalds über Anschläge der US-Streitkräfte auf Basis vager Vermutungen.

Nach sorgfältigen Recherchen vor Ort durch "Human Rights Watch" handelte es sich hierbei jedoch um eine Hochzeitsgesellschaft von Zivilisten, wie die Hinterbliebenen bestätigten. Unter den zwölf Toten soll sich auch die Braut befunden haben. Die jemenitische Regierung hingegen behauptet, es hätte sich um Angehörige militanter Gruppen gehandelt. Auf die Frage, ob man Seitens der Verantwortlichen wisse, welche der Opfer Zivilisten gewesen wären und welche nicht, bekamen die Menschenrechtsvertreter weder von den jemenitischen noch von den US-amerikanischen Behörden eine Antwort.

Offiziell hieß es aus dem Pentagon nur, dass dieser Anschlag dem Al-Quaida-Führer Shawqi Ali Ahmad al- Badani gegolten hätte, der jedoch nur verletzt worden sei. Allerdings könnten keine Details genannt werden, da sowohl das US-Militär als auch die CIA militärische Drohnen im Jemen einsetzen würden. Entsprechend der Gesetzeslage könnten, so die anonym bleiben wollenden Beamten, lediglich die Einsätze des US-Militärs bestätigt werden, nicht jedoch jene der CIA.

Damit entspricht die Lage nicht jenen Versprechungen, die US-Präsident Obama noch im Mai 2013 während einer Rede versprochen hatte umzusetzen. Damals versprach er, den Drohneneinsatz komplett dem US-Militär zu unterstellen, damit die Einsätze transparenter würden. Denn der US-Kongress verweigert die Übertragung des gesamten Drohnenprogramms ans Militär, da damit keine Einsätze mehr in jenen Ländern durchgeführt werden können, die "Antiterroreinsätze" des US-Militärs auf ihrem Boden nicht erlauben. Damit offenbart sich die absolute amerikanische Arroganz, in der die territorialen Rechte souveräner Staaten mit Füßen getreten werden.

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Obamas neue Richtlinien umfassen die Verwendung tödlicher Gewalt "nur zur Verhinderung oder zur Stoppung von Angriffen gegen US-Personen, und auch dann nur dann, wenn ein Aufgreifen nicht möglich ist und es keine vernünftigen Alternativen gibt, um die Bedrohung effektiv anzugehen." Sie erfordern auch, dass "ziemlich sicher" keine zivilen Opfer zu beklagen sind.

Der lokale jemenitische Gouverneur und Militärkommandeur nannte den US-Drohnenanschlag einen Fehler und entschädigte die Familien der Opfer.

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