Bild: Wikimedia /JJ55 CC-BY-SA 3.0

Wer hat, der kann. Österreich hat zwar kein Geld übrig, übernimmt jedoch die 19 Milliarden Euro an faulen Papieren, die von der Hypo Alpe-Adria in eine "Bad Bank" ausgelagert werden. Damit explodiert die österreichische Staatsverschuldung.

Aktuell beläuft sich dich offizielle Gesamtverschuldung der Republik auf rund 236 Milliarden Euro, für die jährlich über 8 Milliarden Euro an Zinsen aufgewendet werden müssen. Im Zuge der geplatzten Hypo-Sanierung führt die geplante Husch-Pfusch-Aktion dazu, dass die Republik – und somit die Bürger – für den Berg an faulen Papieren geradestehen darf. Bei einem Bruttoinlandsprodukt von etwa 310 Milliarden Euro erhöht sich die Staatsschuldenquote damit von 76 auf 82%. Pro Einwohner erhöht sich die öffentliche Verschuldung damit um etwa 2200 Euro.

Anstatt das Kreditinstitut also geordnet in die Insolvenz gehen zu lassen, was die Bürger deutlich billiger gekommen wäre, schützt die österreichische Bundesregierung lieber die Anleger der Pleitebank. Immerhin dürfen sich die Anleihenbesitzer der Bank beim Land Kärnten bedanken, welches die Haftung dafür übernehmen muss. Insgesamt handelt es sich bis zum Jahr 2017 um eine Summe von 12,5 Milliarden Euro. Das sind satte 22.500 Euro je Kärntner. Angesichts der Tatsache, dass das Bundesland mit rund 2,9 Milliarden Euro offizieller Gesamtschulden (ca. 5200 Euro je Einwohner) das in Relation zur Bevölkerungszahl höchstverschuldete Bundesland Österreichs ist, wird die dramatische Lage Kärntens klar ersichtlich.

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