Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wuchs die deutsche Wirtschaft im Jahr 2013 inflationsbereinigt um 0,4 Prozent. Haupttriebfeder blieb dabei der Außenhandel, während die Binnenkonjunktur weiterhin eher schwach blieb.

Im Gesamtjahr 2013 wurden demnach um 4,1 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland exportiert als noch im vorhergehenden Quartal. Im Gegenzug stieg der Wert der Importe im selben Zeitraum um lediglich 2,7 Prozent. Der Wachstumsbeitrag des Außenhandels zum Bruttoinlandsprodukt liegt demnach bei Plus 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Im Inland legten die privaten und staatlichen Konsumausgaben gegenüber 2012 um jeweils 1,0 Prozent zu. Die Investitionen in Maschinen und Fahrzeuge stagnierte hingegen auf dem Vorjahresniveau, während jene in Gebäude um 3,3 Prozent zulegten. Mit einem Plus von 0,4 Prozent verzeichnete der Inlandsbeitrag zum Bruttoinlandsprodukt somit ein deutlich schwächeres Wachstum als der Außenbeitrag.

In jeweiligen Preisen (nicht inflationsbereinigt) gerechnet war das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2013 um 3,4 Prozent und das Bruttonationaleinkommen um 3,6 Prozent höher als im vierten Quartal 2012. Das Volkseinkommen nahm insgesamt um 4,4 Prozent zu. Allerdings trugen die beiden Komponenten unterschiedlich stark dazu bei: Während sich das Arbeitnehmerentgelt lediglich um 2,6 Prozent erhöhte, stiegen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nach ersten vorläufigen Berechnungen um 8,9 Prozent. Die Bruttolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer waren um 2,8 Prozent, die Nettolöhne und -gehälter um 2,3 Prozent höher als vor einem Jahr. Je Arbeitnehmer stiegen die Bruttolöhne und -gehälter im Durchschnitt aber nur um 2,0 Prozent, die Nettolöhne und -gehälter um 1,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich demnach um 2,5 Prozent und damit genauso stark wie die privaten Konsumausgaben. Daraus errechnet sich für die Sparquote der privaten Haushalte im vierten Quartal 2013 ein vorläufiger Wert von 8,8 Prozent.

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