Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sind die realen Bruttomonatsverdienste 2013 gegenüber dem Vorjahr um 0,2% gesunken. Angesichts der geschönten Inflationszahlen und der kalten Progression dürfte das Minus bei den Nettoeinkommen noch deutlicher ausgefallen sein.

Reallöhne DeutschlandDeutschlands Wirtschaft gilt im europäischen Vergleich als robust und die Bundesrepublik als Hort des allgemeinen Wohlstands. Doch die veröffentlichten Zahlen trügen. Zwar steigen die Beschäftigungszahlen weiterhin an, die Belastung durch Steuern und Abgaben jedoch ebenso. Hinzu kommen moderate Lohnerhöhungen, um die "internationale Wettbewerbsfähigkeit" der bundesrepublikanischen Wirtschaft nicht zu gefährden.

Einkommensentwicklung DeutschlandNicht umsonst verzeichnet Deutschland eine Zunahme der Armut – auch bei den Berufstätigen. Wie die Grafik rechts deutlich aufzeigt, sind die Arbeitnehmerentgelte (brutto) in den letzten vierzig Jahren deutlich schwächer gewachsen als Unternehmens- und Kapitaleinkommen oder das Bruttonationaleinkommen. Netto sieht es deutlich schlechter aus. Immerhin liegt die Steuer- und Abgabenquote in Deutschland heute bei 40% des Bruttoinlandsprodukts, während sie im Jahr 1970 noch bei 34,8% lag. Hauptverantwortlich dafür sind die stark gestiegenen Sozialbeiträge, die seit 1970 von 11,8 auf 16,8% des Bruttoinlandsprodukts stiegen, während die allgemeine Steuerquote mit 23,3% des BIP nur unwesentlich über den 23,0% von 1970 liegen.

Bitte unterstützen sie uns!

Wenn Sie liebe Leser, uns unterstützen wollen, dann tun sie das am besten mit einer Spende oder mit einem Dauerauftrag mit dem Kennwort "Contra Magazin" auf folgendes Konto: IBAN: DE28 7001 1110 6052 6699 69, BIC: DEKTDE7GXXX oder per Paypal und Kreditkarte. Wir bedanken uns herzlich!

Loading...
Loading...

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here