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Russlands Raketen: Was die Springer-Presse verschweigt

(mm) Die Springer-Presse übt sich wieder einmal in antirussischer Kriegsrhetorik. Während das Springer-Blatt "Die Welt" die Stationierung von mobilen russischen Abschussrampen für Iskander-M Raketen an der russischen Westgrenze thematisiert, verschweigt die Zeitung die schon seit Jahren betriebene Stationierung von NATO-Raketen in Osteuropa.

weapon-999_640Wir schreiben das Jahr 2013 - nicht 1963. Doch wenn man den Artikel über die Westverlegung von russischen Abschussrampen für Raketen vom Typ "Iskander-M" liest, fühlt man sich beinahe fünfzig Jahre in die Vergangenheit versetzt. Offiziell mag der Kalte Krieg nun schon über zwei Jahrzehnte vorbei sein, jedoch ist dies in den Redaktionsstuben des Springer Konzerns offenbar noch nicht angekommen. Denn auch die "Bild" schießt sich hierbei fleißig auf Russland ein.

In einem Artikel mit dem Titel "Putin rückt Raketen näher an Deutschland heran" wird das Russland von Präsident Putin als eine Art Wolf im Schafspelz dargestellt, welches außenpolitisch mit "Zuckerbrot und Peitsche" agiert. Insbesondere gegenüber der Ukraine. Dabei betreibt das Land keine wesentlich andere Nachbarschaftspolitik wie zum Beispiel die EU oder die USA. Ganz im Gegenteil: Moskau belohnt die Loyalität (z.B. mit günstigen Krediten und billigem Gas an die Ukraine), während die Brüsseler Administration immer nur Forderungen stellt, während die Subventionen aus den EU-Töpfen nur spärlich fließen.

Nicht vergessen werden darf die Stationierung von Raketen in den osteuropäischen NATO-Staaten. Dieser "Raketenschild" sollte offiziell ein Schutz vor dem Iran sein, während er in Wirklichkeit vor allem gegen Russland gerichtet ist. Schon im Jahr 2012 bot Russland der NATO an, eine gemeinsame Lösung des Problems zu finden. Damit sollte sichergestellt werden, dass dieser Schutzschirm tatsächlich vor potentiellen iranischen Raketen schützen soll, und nicht der militärischen Einkreisung Russlands dient. Allerdings lehnte die NATO dies vehement ab.

Wenn nun Putin die russische Westgrenze mit Kurzstrecken-Raketensystemen versieht, so ist dies kein aggressiver Akt, wie es die scheinbar US-hörige Springer-Presse darstellt, sondern eine logische Reaktion auf die NATO-Raketen an der Grenze zu Russland. Immerhin schwelt dieser Streit schon seit ein paar Jahren, da die Pläne zur Stationierung von Truppen und Raketensystemen der NATO in Rumänien (2015) und Polen (2018) längst fixiert wurden. Hinzu kommt eine Radaranlage in Tschechien, welches sich in etwa im Zentrum der Linie befindet. Doch das interessiert die medialen Propagandaabteilungen nicht.

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5 Kommentare

  1. Wer dieses Springer Schmierblatt noch liest ist selber schuld! Lauter Lügengeschichten, alles was die USA betrifft ist super, und alles was gegen die Interessen der USA wiederspricht ist Feind und gehört bekämpft! Wäre schön, wenn vor dieser Fabrik der Lügen einmal so richtig wild demonstriert wird, und die Reporter sollten auf ihre Eier aufgehängt werden!

  2. hans joerg delle

    " Wer dieses Springer Schmierblatt noch liest ist selber schuld! "

    nein dem ist nicht so - sie sind nicht aufgeklärte menschen die ihren eigenen verstand nicht benützen können - sie sind opfer ihrer selbst

  3. ….offenbar hat die BZ übersehen dass es zwischen Russland und Deutschland ua.noch Polen ist.Ist ja schon einige Jährchen her als Russland mit Deutschland und Österreich gemeinsame Grenze hatten!!!!

  4. Jürgen Forbriger

    Die Blödheit unserer Politiker ist unbegrenzt!

  5. Wer Springer liest und den Käse Ernst nimmt ist eh nicht wirklich zu helfen, Putin als Gutmensch rauszuputzen is aber von der Realität genauso wenn nicht sogar noch weiter weg, der Raketenabwehrschirm ist wie der Name schon sagt zur Abwehr da und selbst wenn man mit ihm angreifen würde wäre das keine echte Gefahr für irgendein Land

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