(mm) Von November 2012 bis Okrober 2013 verzeichnete Frankreich über 62.400 Unternehmenspleiten. Damit wurde ein neuer Rekord erreicht. Die Erwartungen für 2014 sehen allerdings nicht besser aus. Besonders betroffen sind die Branchen Bau, Handel und Bekleidung.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet die Zahl der Insolvenzen einen Anstieg um 4,3%. Da vor allem kleine und mittlere Unternehmen betroffen waren, sank jedoch die Gesamtschadensumme um 7,4%, während die Zahl der von den Pleiten betroffenen Arbeitnehmer um 3,3% zurückging. Die Arbeitsplatzverluste blieben somit unter der Marke von 200.000 Betroffenen.
Grund für die Pleitewelle ist vor allem die nach wie vor schwache Binnennachfrage der privaten Haushalte. Diese wird angesichts des weiterhin schwachen Wirtschaftswachstums in Frankreich nicht signifikant steigen. Nach einem offiziellen Wachstum des BIP von 0,1% in diesem Jahr, soll es nächstes Jahr den optimistischen Prognosen entsprechend +0,6% betragen. Dies reicht jedoch nicht aus, um die Arbeitsplatzverluste mit der Schaffung neuer Stellen auszugleichen.
Frankreich wird deshalb auch im Jahr 2014 im Krisenmodus verharren, und die Regierung Hollandes damit weiterhin unter massivem Druck stehen, endlich tiefgreifende Reformen im Land anzugehen. Dieser steigt nämlich nicht nur seitens der EU, sondern zunehmend auch durch massive Proteste im eigenen Land.
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