WikiLeaks enthüllt nun weitere Details aus den gehackten Mails von CIA-Boss O´Brennan. Es geht unter anderem um den Afghanistan-Krieg, E-Mail-Kontakte, Terrorismusbekämpfung“ sowie um den Umgang mit unliebsamen Journalisten. – Wie kam der Hacker an die Mails?

Von Christan Saarländer

Bereits am Samstag wurde der zweite Teil der E-Mails auf der Plattform von WikiLeaks veröffentlicht. Über die erste Enthüllung wurde beim Contra Magazin bereits berichtet. Wie angekündigt wurde nun der nächste Schub von E-Mails enthüllt. Es wurde unter anderem sein E-Mail-Adressbuch geleaked, welches man auf der folgenden Twitter-Meldung entnehmen kann.

Inzwischen wurde auch bekannt, wie der junge Hacker an das Passwort kam. Er gab sich mit den falschen Namen O'Brennan aus, gab vor Mitarbeiter eines Kommunikationsunternehmens zu sein und verlangte die Zurücksetzung des Passwortes. Danach wurden die Inhalte der Leaking-Plattform zugespielt. Inzwischen wurde der Twitter-Account des politisch motivierten Teenagers gesperrt.

Loading...

Es wurde ein Memorandum aus dem Jahre 2008 veröffentlicht, welches den Titel ‚Executive summary of key findings and recommendations on Afghanistan and Pakistan’ trägt, wovon zuvor schon einige Seiten auf dem Server zirkulierten. Kurz gesagt spiegelt es die Planlosigkeit im Afghanistan-Konflikt wieder, die wir bereits seit vielen Jahren kennen.

https://twitter.com/SputnikInt/status/657292933050183680

Am Montag folgte dann die dritte Tranche der E-Mails. Auf Twitter hob WikiLeaks ein Detail besonders hervor: Der CIA-Boss ist für die Hexenjagd auf unliebsame Journalisten. Wie man das genau macht, kann man auf einer anderen Enthüllungsplattform nachlesen:

Auf der Plattform The Intercept enthüllte der Snowden-Vertraute und Journalist Glenn Greenwald Details des britischen Geheimdienstes GHCQ. Hier werden Taktiken gezeigt, wie man ein unliebsame Person am besten diskreditiert.

Vieles dieser E-Mails deckt sich mit dem, was bereits aus anderen Leaks hervorging. Die fehlenden Konzepte im Afghanistan-Krieg oder die Foltermethoden der Amerikaner waren schon Thema früherer Leaks. Ein NATO-Papier auf der Plattform aus dem Jahre 2009 dokumentiert den Anstieg von toten Zivilisten im immer noch andauernden Afghanistan-Krieg.

Im selben Jahr, am 4. September, ereignete sich der US-Luftangriff auf einen zivilen Tanklaster in Kunduz, der von einem deutschen Bundeswehr-Oberst befohlen wurde. Dabei kamen 142 Zivilisten ums Leben. Es kam zu einem Untersuchungsausschuss und der damals verantwortliche Verteidigungsminister Franz-Josef Jung musste von seinem Amt als Verteidigungsminister zurücktreten.

Loading...

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

3 thoughts on “WikiLeaks: CIA-Chef sprach sich für die Hexenjagd auf Journalisten aus”

  1. Siehe den nächsten Artikel über "Meinungsfreiheit als Basis der Gesellschaft…." Offensichtlich fehlt selbst so einem hohen Beamten das in diesem Text beschriebene Niveau.

  2. Mir fehlt da ein wenig die deutsche Übersetzung der englischen Texte, muß ich mal so ein klein wenig nörgelnd dazwischen werfen. Als Sprachenunkundiger und absolut nicht willentlich lernen Wollender ist es ein Dilemma …

  3. Die CiA discreditiert nicht nur unbeliebte Personen… Die CiA und auch die NSA töten Personen!
    In den USA sind inzwischen Pläne ans Tageslicht gelangt, wie Scharfschützen des FBI die Occupy Wallstreet Führer bei Demonstrationen von Dächern aus eliminieren sollten…

    Tatsache ist m, das in den USA in letzter Zeit Journalisten wie die Fliegen sterben…

    Nach einer Sendung über und mit Edward Snowden z.B. sind in den USA vier Alpha- Journalisten misteriöserweise innerhalb von 24 Stunden ums Leben gekommen!

    Siehe:

    http://beforeitsnews.com/alternative/2015/02/four-american-journalists-dead-inside-the-us-within-24-hours-3107944.html

    und:

    https://jasminrevolution.wordpress.com/2015/02/15/us-journalist-mysterioser-tod-nach-snowden-talkshow/

    Man kann sich inzwischen bei wikileaks das CiA Handbuch zur gezielten Tötung von „Persönlichkeiten“ herunterladen.
    Einfach nach
    CIA HVT Assasination wikileaks googlen ( cia High Value Target).
    Da steht z.B. das, das Töten nachhaltiger ist, als Einsperren. Und als prominentestes Beispiel wird Nelson Mandela genannt: konnte er doch auch aus dem Gefängnis heraus trotzdem noch die Politik ändern..

    Siehe:

    https://wikileaks.org/cia-hvt-counterinsurgency/

    und auf Deutsch:

    http://54.76.123.168/8515/international/wikileaks-enthuellt-cia-handbuch-zur-gezielten-toetung/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.