Ukraine-Krieg: Flüchtlinge dritter Klasse

Ganz Europa blickt derzeit auf den Flüchtlingsstrom, der sich vom Nahen Osten und dem Balkan derzeit auf nach Deutschland macht. Dabei gerät der Krieg in der Ukraine, vor dem Millionen Menschen – vor allem nach Russland – flohen, aus dem Blickfeld. Diese Flüchtlinge sind für die westlichen Medien nur welche dritter Klasse.

Von Marco Maier

Die hunderttausenden Menschen, die sich derzeit vom Nahen Osten, Nordafrika und dem Balkan aus auf nach Deutschland, Österreich und Schweden machen, prägen derzeit das mediale Geschehen. Beinahe minütlich gehen Meldungen über die Ticker, die sich mit den vielen Flüchtlingen beschäftigen. Bilder toter Flüchtlinge, die im Mittelmeer ertranken oder in Lastwägen auf der Autobahn erstickten, fluten die TV-Geräte, Zeitungen und das Internet.

Es sind Menschenschicksale, auf die man aufmerksam macht, weil sie uns direkt betreffen. Es sind Menschen, die in den wohlhabenden Ländern Europas Hilfe, Zuflucht aber auch eine annehmbare Versorgung suchen. Teils weil sie vor dem Krieg oder vor der Verfolgung in der Heimat flüchten, teils weil sie sich hier ein besseres Leben erhoffen. Hauptsache raus aus dem Elend in ihrer Heimat.

Doch bei all dem Leid dieser Menschen gerät ein Kriegsschauplatz aus dem Fokus: die Ostukraine. Wenn die Medien über diese Region berichten, dann nur über irgendwelche Gefechte zwischen den Regierungstruppen und den Rebellen, weil sich wieder einmal Spitzenpolitiker treffen, oder weil man den Russen wieder einmal irgendwas unterstellen will, damit diese als "die Bösen" dastehen.

Aber was ist mit den vielen Millionen Menschen die dort leben. In Donezk, Lugansk und den vielen anderen Städten und Dörfern? Rund eine Million Menschen flohen alleine 2014 nach Russland – viele weitere Hunderttausend in diesem Jahr. Immerhin rund 50.000 Menschen flohen aus der Ukraine nach Weißrussland, ein paar tausend Ukrainer suchten in Polen Schutz und unzählige weitere gelten als Binnenflüchtlinge.

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Diese Menschenschicksale sind den Medien hier im Westen größtenteils völlig egal. Immerhin fliehen sie vor den Schergen der Freiwilligenbataillone und der ukrainischen Armee – also von Truppen, die von der Führung in Kiew unterstützt werden. Allerdings ist die ukrainische Regierung hier im Westen quasi unantastbar. Da die Menschen hauptsächlich nach Russland – also zum "Feind" – flüchten, sind sie eben nur noch "Flüchtlinge dritter Klasse". Flüchtlinge erster Klasse sind jene aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Eritrea, jene zweiter Klasse die Menschen aus den Balkanländern. Für die Flüchtlinge aus der Ukraine gibt es so gut wie keinen Platz in der Berichterstattung.

Zählt ein ukrainischer Kriegsflüchtling weniger, weil es politisch nicht opportun ist? Ist ein von ukrainischen Truppen getötetes Kind aus dem Donbass weniger Wert als ein totes syrisches Kind, weil es russisch anstatt kurdisch sprach? Dies sind Fragen, die man sich angesichts der einseitigen medialen Berichterstattung stellen sollte.

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6 Kommentare

  1. deren kinder (sie aus dem donbass) werden ihrleben lang in luftschutzkellern hocken, während unsere („westukrainischen“) kinder zur schule gehen werden!

    (c) schoko-poro, vor rund 6-9 monaten.

  2. Es schafft keiner zu uns, deshalb keine Berichte. Aus meinen persönlichen Erfahrungen würde ich bei Ost+Westukrainern aber durchaus ein „Flüchtlinge Willkommen Schild“ hochhalten.
    Bei denen die derzeit kommen verbietet dies meine Lebenserfahrung.

  3. Das habe ich schon letzten Sommer verurteilt wo solch ein Wassermangel herrschte. Ich habe den Eindruck das es Westen es darauf anlegte das die Menschen verhungern und verdursten. Ansonsten hätten sie mindestens die Hilfskonvoi aus Russland unterstützen müssen. Aber auch da nur Stillschweigen. Unter ,,, Stimme Donbass,,, findet man eine Bankverbindung wo man dieses Gebiet direkt unterstützen kann. Die brauchen wirklich jeden Euro

  4. Dies liegt daran, moderne europäische Politiker weiße Männer – ist Müll. In Priorität – schwarz und Muslim. Sie sind viel näher an modernen Politikern als die Hunderttausende von Nachkommen der einheimischen Deutschen nach dem Krieg, in Arbeitslager in der Sowjetunion geschickt. Ihre Nachkommen sind immer noch erfolglos versucht, in ihre Heimat zurückzukehren, aber sie verweigert, weil Muslime und Negros in Deutschland ist wichtiger als sein eigenes Volk, die tausende Male bringen könnte mehr profitieren ihres Landes als die Milliarden von Nigger Geeks.

    1. +Olgar – Sie der Nazi? Wenn Millionen Deutscher und ihrer союников, zur UdSSR in 1941 mit dem Krieg nicht sind gegangen. Jenes hätte niemand sie in die Arbeitslager abgesandt. Sie sind gekommen, zu töten und, die Bevölkerung des fremden Landes zu vernichten. Aber ihnen anstelle der Abrechnung haben das Leben geschenkt. Damals wenn der russischen Kriegsgefangenen, die Nazis auf die Fabriken des Todes absandten. Und doch griffen sie, die russischen Kriegsgefangenen, oder die von der Kraft ergriffenen Zivilisten, niemanden nicht an. Selb und mit den Flüchtlingen aus Osten. Wenn in gegebene Zeit die Allianz aus den Ländern von NATO, das Haus dieser Menschen, und nicht zerstört hat ebenso hat ihren Staat nicht zerstört. Sie würden sich in den Ländern bis jetzt befinden und glücklich lebten zu Hause…

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