Eigentlich sollte der US-Stützpunkt "Coleman Barracks" in Mannheim längst schon wieder an Deutschland zurückgegeben worden sein. Doch die Ukraine-Krise führt zu einer Neuauflage des Kalten Kriegs und der Reaktivierung des Stützpunkts mit Militärgerät.

Von Marco Maier

Die US-Besatzertruppen werden Deutschland wohl noch längere Zeit erhalten bleiben. Auch wenn die Truppenstärke von früher 300.000 auf nun 30.000 reduziert wurde, so gilt nach wie vor der Grundsatz, dass die Amerikaner auf deutschem Boden tun und lassen was sie wollen.

So auch im Falle der "Coleman Barracks" in Mannheim. Eigentlich wollten die Amerikaner den Stützpunkt schon im Februar wieder an Deutschland zurückgeben, doch die Ukraine-Krise hielt sie davon ab. Nun steht fest, dass die US-Armee den Stützpunkt bis auf weiteres nutzen werden. Dort befindet sich ein sogenanntes "European Activity Set" (EAS) mit rund 1.200 Fahrzeugen, darunter 250 Panzer. Es dient dazu, NATO-Einheiten in ganz Europa binnen kurzer Zeit mit Militärgerät zu beliefern.

Auf einem abgeteilten und besonders gesicherten Geländeabschnitt der "Coleman Barracks" befand sich das einzige Militärgefängnis der amerikanischen Streitkräfte in Europa. Im BND-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages kamen 2009 Vorwürfe zur Sprache, dass in diesem Militärgefängnis in den Jahren 2003 und 2006 diverse Gefangene ("potentielle Terroristen") gefoltert wurden. Die Bundesanwaltschaft nahm jedoch keine Ermittlungen auf.

Ben Hodges, Kommandeur der US-Landstreitkräfte betonte, dass dies jedoch nur eine Übergangslösung sei. Die strategische Überlegung sei, militärisches Gerät im Baltikum, in Polen, Ungarn, Rumänien und Bulgarien zu lagern. Aber es dauere seine Zeit, dort geeignete Standorte zu finden. Diese kurze Erklärung zeigt, welchen Fokus Washington derzeit hat: Vorbereitung auf einen Krieg mit Russland. Nicht umsonst soll die NATO-Ostfront weiter mit Kriegsmaterial eingedeckt werden. Schritt für Schritt.

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Der US-initiierte Regime-Change in der Ukraine und die daraufhin erfolgenden Probleme – siehe Donbass – sind nur Teil einer geopolitischen Strategie Washingtons zur Destabilisierung der Region und einer Schwächung Russlands. Zu verlockend sind die unermesslichen Rohstoffreserven des größten Landes der Erde, als dass man sie dem russischen Volk überlassen wollen würde. Immerhinn könnten US-Konzerne dort hunderte Milliarden an Dollar verdienen.

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8 thoughts on “Kalter Krieg „reloaded“ – US-Besatzer verstärken Aktivitäten in Deutschland”

    1. Das wäre ein teures Säbelrasseln, daß sich der Pleitestaat USA nicht unbedingt leisten kann, es sei denn, die ehemaligen Ostblockländer dürfen wie Deutschland für den "angeblichen Schutz" löhnen.Nein, ich glaube sehr wohl, daß ein Krieg geplant ist. Er wird zwar nicht mit Infanterie oder Panzer geführt, sondern mit Hightech Präzessionswaffen und die an der russischen Grenze stehenden NATO Armeen sollten dann das destabilisierte, angeschlagene Russland quasi im Handstreich einnehmen. Sie sind nicht für den klassischen Infanteriekampf vor Ort, das wäre auch ihr unrühmliches Ende. Es wird zwar trotzdem ein Waterloo für den Westen, weil der atomare Schlag der Russen vernichtend sein wird. Aber das geht in die Gehirne psychisch kranker US Generäle nicht hinein. Allein dieses Zukunftsszenario beweist, daß der Westen, allen voran die USA von Leuten geführt wird, die eigentlich als dauerhafte Insassen in einer geschlossenen Abteilung für forensische Psychatrie eingesperrt gehören. Zwar nicht behandelbar, aber zumindest weggesperrt, zum Schutz der übrigen Welt!! Meines Erachtens geht die offene Psychatrie hier entschieden zu weit. Solche Experimente wie so schwer kriminelle Geisteskranke mit einer enormen kriminellen Energie in Regierungen oder in der NATO arbeiten zu lassen, die in diesem Falle als geschütze Werkstätten für mental minderbemittelte und charakterlich heruntergekommene Leute dienen, ist gelinde gesagt, unverantwortlich gegenüber der übrigen Welt.

    1. Deutschland kann die Basen nicht kündigen, weil diese NICHT sein Eigentum sind!.. Es steht z.T. in den Geschichtsbüchern der Schule geschrieben!
      Und obwohl der Kanzlerin wirklich der Zorn gebührt, so tragen wir als Volk doch die meiste Verantwortung für heutige Lage: wir haben uns verbiegen, runterkniehen und verdummen lassen… Und das allerschlimmste: wir haben uns unseren Stolz auf uns selbst nehmen lassen! Das ist das übelste, was einer Nation passieren kann!…

    2. Aber die Basen könnten ja dazu benutzt werden um die vielen Flüchlinge an diesen Orten zu platzieren. Dann hätten die Amis die Aufgabe diese zu unterstützen da die Amis das ganze Schlamassel mit den Flüchtlingen ja auch verursacht haben!

  1. Die Ami-Präsenz in unserer DDR hat auch noch einen anderen Zweck :
    Wenn es der Merkel und ihrem Pack mulmig wird, weil es immer mehr Pegida geben wird, dann wählt die Merkel einfach folg. TelNr. 09641 735xxxxx, dann meldet sich sofort Sergeant Kickass von der 12th battle division und eine halbe Stunde später geht es rund mit Pegida.
    Die ‚Flüchtlinge‘ werden dann auch teilweise bewaffnet aus Sicherheitsgründen und haben gleich einen TopJob bei den americanForces, entsprechend ihrer Bildung und Fähigkeiten. Es sind nämlich DOCH Fachkräfte, ihr wustet es bloß nicht !
    Der Staat Deutschland hat dann aufgehört zu existieren, übrig bleibt ein ‚Krisengebiet unter US-Kontrolle, von denen es viele gibt auf der Welt.

  2. und wieder ein Aufreger-Thema. Obama versucht mit allen Mitteln, den " russischen Bären " zu provozieren . Egal, wie man zu Putin steht, einesw muß man ihm lassen: Nerven hat der Bursche ( noch )

    [email protected]
    Laßt Euch mal das Programm schicken

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