Schottland will Anbau von GMO-Saatgut verbieten

Richard Lochhead, Minister für ländliche Angelegenheiten Schottlands, will den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Schottland verbieten lassen. Dazu soll die "Opt-out-Regel" der EU angewandt werden.

Von Marco Maier

Er wäre nicht darauf vorbereitet, ein Glücksspiel mit dem Nahrungsmittel- und Getränkesektor des Landes zu veranstalten, sagte Lochhead laut der britischen Tageszeitung "Daily Mail". Doch die schottischen Bauern befürchten, dass die Landwirtschaft darunter leiden könne. Landwirtschaftsminister George Eustice mahnte nun eine Konversation an. "Wir sollten eine wissenschaftlich fundierte Herangehensweise bei diesen Dingen haben", so der Politiker.

Die neuen "Opt-out-Regeln" der EU lassen diese Möglichkeit zu. Demnach kann jedes Land selbst entscheiden, ob von der Europäischen Behörde für Nahrungsmittelsicherheit erlaubtes gentechnisch verändertes Saatgut angebaut werden darf oder nicht. Die britische Regierung selbst hatte den Anbau erlaubt, doch die Regierungen von Schottland, Wales und Nordirland stehen diesem Ansinnen skeptisch gegenüber und wollen dies verhindern.

Während der Anbau von GMO-Saatgut inzwischen rund um die Welt – bis auf wenige Ausnahmen – weitestgehend erlaubt ist, haben allein in der EU bislang neun Länder ein Verbot erteilt. Schottland, welches in vielen Bereichen Autonomierechte besitzt, könnte sich hierbei auch innerhalb des Vereinigten Königreichs durchsetzen.

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