Massive Umsatzverluste, Abbau von Stellen und teilweise gar Firmenpleiten – das sind die Folgen der EU-Sanktionen gegen Russland. Die deutsche Wirtschaft fordert immer wieder ein Ende dieser Politik.

Von Marco Maier

Nachdem die deutschen Exporte nach Russland im vergangenen Jahr um 6,5 Milliarden Euro eingebrochen sind, rechnet Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses, in diesem Jahr mit einem Einbruch um weitere 9 Milliarden Euro. "Die aktuelle Entwicklung übertrifft selbst unsere schlimmsten Befürchtungen", so Cordes.

Seinen Prognosen nach sind in Deutschland unmittelbar 150.000 Arbeitsplätze bedroht. Da sich der Stellenabbau und die niedrigeren Umsätze auch auf die deutsche Wertschöpfungskette und somit auf die vielen mittelständischen Betriebe auswirkt, sieht Cordes gar bis zu 290.000 Arbeitsplätze in Gefahr.

Neben den kurzfristigen Auswirkungen geht es ihm jedoch vor allem um die langfristigen Folgen der Sanktionen. Langjährige Kunden in Russland würden nun durch chinesische Firmen bedient, wodurch den deutschen Unternehmen nach einem Ende der "Strafmaßnahmen" wichtige Geschäftsfelder fehlen.

Während die EU selbst die Auswirkungen der Sanktionen herunterspielt und die Folgen für die europäische Wirtschaft als "relativ klein und handhabbar" bezeichnet, spricht ein Gutachten des Wifo von über 2 Millionen gefährdeten Arbeitsplätzen in Europa und einem wirtschaftlichen Verlust von 100 Milliarden Euro.

Loading...

Der Ost-Ausschuss vertritt 220 Unternehmen und fünf große Wirtschaftsverbände Deutschlands. Dementsprechend groß ist auch sein wirtschaftliches Gewicht.

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

3 thoughts on “Deutsche Wirtschaft fordert ein Ende der Sanktionen gegen Russland”

  1. Deutschland hat sich selber Kastriert .
    Das kommt davon, wenn man Washington höhrig ist .
    Wir haben dort absolut keine Freunde ! Nur , keiner will es Wahrhaben .

  2. Schön, dass die deutschen Wirtschaftsverbände endlich mal aufwachen; aber leider viel zu spät.
    Warum bloß haben sie sich nicht vor dem totalen Sanktionswahn der Merkel bereits zu Wort gemeldet und entschieden dagegen protestiert, so wäre möglicherweise gar nicht erst dieser gewaltige witschaftliche Schaden erst entstanden und rund 150000 Mitbürger hätten ihren Job behalten.
    Mittlerweile ist mit den für mich völlig ungerechtfertigten Sanktionen gegen Russland, denn es liegt immer noch kein einziger hieb.- und stichfester Beweis für die Schuld Russlands vor, bei den Russen jegliches Vertrauen in die Europäer und vor allem zu uns Deutschen zerstört.
    Deutschland hat sich Dank der US-hörigen Bundesregierung, wie auch dem Bundespräsidenten als absolut treuester US-Vasallenstaat erwiesen.
    Tja, das sehr gute wirtschaftliche Verhältnis zu Russland, wo beide Nationen gleichermaßen voneinander profitiert war den Amis doch schon immer ein gewaltiger Dorn im Auge.
    Nun haben die USA ihre perfiden Ziele alle erreicht, erst haben sie die legitime Regierung in der Ukraine weggeputscht, das Land dem von ihnen beherrschten IWF unterworfen und Faschisten an die Macht gebracht, die Ukraine als Handelspartner Russlands ausgeschaltet, die konkurierende europäische Wirtschaft durch die Sanktionen gegen Russlang massiv geschwächt und ihren Macht.-/Einflussbereich weiter an die Grenzen Russlands herangeschoben.
    Die USA verfolgt damit einen lange ausgeklügelten Plan um einen Keil zwischen Russland und Europa, vor allem zwischen Russland und Deutschland zu treiben.
    Dies hat sogar der Chef des größten privaten Inlandsgeheimdienst Strafor, Friedman, auf einer Konferenz in Chicago zugegeben.
    Die nun erneut verlängerten Sanktionen gegen Russland bis Jan. 2016 und ohne Angaben von Gründen können eigentlich nur einen einzigen Zweck haben und zwar um die europäische/deutsche Wirtschaft ganz bewußt bzw. vollends gegen die Wand zu fahren.
    Vermutlich erhoffen sich damit die ganzen US-Akteure und die vielen Transatlantiker im EU-Parlament und im Bundestag, dass durch die entstehende Massenarbeitslosigkeit der massive Widerstand der europäischen Bevölkerung gegen die völlig volksschädigenden Freihandelsabkommen CETA, TTIP, TISA zerbricht. Ich hoffe nur, dass es den Amis nicht auch noch gelingen wird die Freihandelsabkommen mit der EU in Kraft zu setzen, denn dann werden wir von denen endgültig und völlig hemmungslos ausgebeutet/ausgeblutet. Dann kann sich der US-amerikanische Raubtierkapitalismus und Kapitalfaschismus in Europa vollständig austoben…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.