Die Kiewer Führung steht angesichts der Lage im Donbass offenbar vor einer Spaltung. Insbesondere rechtsextremen Kräfte und die Hardliner wollen den Krieg gegen die Rebellen vorantreiben und üben heftige Kritik an der aktuellen politischen Führung. Die Gefahr eines erneuten Putsches, der noch extremere Personen an die Staatsführung bringen könnte, wächst mit mit der Gründung des "alternativen Generalstabs" weiter an.

Von Marco Maier

War das Abkommen von Minsk für die Extremisten schon eine harte Nuss, so sorgte die Niederlage bei Debalzewo für noch mehr Unruhe bei den Söldnerbataillonen, die schon in den Wochen zuvor zum Sturz von Präsident Poroschenko aufriefen und dabei auch seine Familie bedrohten. Für sie ist der Kampf um den Donbass geradezu eine heilige Mission für ihr Vaterland – auch wenn dies bedeutet, Millionen unschuldige Landsleute mit Bomben und Granaten ins Visier zu nehmen und dabei ein Gebiet zu beanspruchen, welches schon seit Jahrhunderten (auch) von Russen bewohnt wird.

Nun haben die rechtsextreme ukrainische Organisation "Rechter Sektor" (Prawy Sektor) und 13 weitere Söldner-Bataillone in Dnepropetrowsk, der Hauptstadt des gleichnamigen Oblasts, parallel zum bestehenden Generalstab der ukrainischen Armee einen eigenen, alternativen Generalstab gegründet. Dieser soll nun 7 Führer haben – darunter den per Interpol gesuchten Führer des Rechten Sektors, Dmitrij Jarosch und Semen Semenchenko, Führer des Söldner-Bataillons "Donbass", der enge Kontakte zu US-Senator John McCain unterhält.

Als Argumente für diesen Schritt wurde angegeben, dass der reguläre ukrainische Generalstab unfähig sei, einen "erfolgreichen Krieg" zu führen. Die Schlachten bei Slawjansk, Saur Mogila, Illowaijsk, beim Flughafen von Donezk und nun jene bei Debalzewo wurden dabei angeführt. Weiters werfen die Bataillonskommandanten der ukrainischen Militärführung vor, die "Freiwilligen-Bataillone" spalten zu wollen. Zudem wären die "Freiwilligen" motivierter als die zwangsrekrutierten Truppen der regulären Armee und damit unerlässlich für den Kampf gegen die Rebellen. Dabei betont Semenchenko, dass der Krieg ungeachtet der Übereinkünfte weitergehen wird: "In diesem Krieg wird es nur eine militärische Lösung geben. Es kann keine andere Lösung geben!"

Dem neuen Generalstab haben sich unter anderem die Söldner-Bataillone Aidar, Donbass, Kriwbass, Poltawa, Pridneprowia und Sicheslaw angeschlossen. Dazu noch das Bataillon der ehemaligen Afghanistan-Veteranen, die radikale Organisation AwtoMaidan, der Rechte Sektor und weitere Gruppen.

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Für die ukrainische Regierung bedeutet die Schaffung dieses "alternativen Generalstabs" jedoch einen massiven Riss in der bislang ansonsten demonstrativ zelebrierten Einigkeit. Insbesondere für die wenigen verbliebenen moderaten Kräfte in Kiew könnte es jedoch noch ungemütlich werden, zumal sie für die Extremisten ja als Unterstützer der Rebellen und als Vaterlandsverräter gelten.

Hier das Video im Originalton, welches auch im ukrainischen TV ausgestrahlt wurde:

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8 thoughts on “Ukraine: Söldner-Bataillone stellen „alternativen Generalstab“ auf”

  1. Nun, dann zeigt McCain nun seine wahre Fratze und entblösst sich als waschechter Nazi! War ja eigentlich schon immer irgendwie klar aber nun isses eben Fakt! Was glauben diese braunen Schweinsköppe eigentlich, was passieren wird, wenn sie denn eines Tages wirklich über die Ostukraine siegen sollten? Dass wir sie als gleichberechtigte Partner mit offenen Armen empfangen und in die EU aufnehmen? Das ist doch wohl hirnrissig und entbehrt jeglicher Vernunft! Dann bleibt ihnen doch nur noch ein in sich abgeschotteter Unrechtsstaat, in dem sie die arme Bevölkerung bis zum Ende zu Tode schikanieren können. Ich jedenfalss bin nicht bereit auch nur noch eine einzige Person oder deren Partei zu wählen, die mit solchen Verbrechern sympathisiert und ich denke, damit bin ich ganz bestimmt nicht allein! Hier wäre ein wahrhaft sinnvoller Grund zum Einschreiten für die schnelle Eingreiftruppe der EU. Rein dort, alles festnehmen, verurteilen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und dann ab in den miesesten nur erdenklichen Knast oder Bootcamp bis ans Ende ihrer Tage.

  2. @ Rainer Ziegler

    Tut mir leid, das halte ich für Quark. Mc Cain ist ein Falke in der republikanischen Partei der USA, aber kein Nazi!

    England hat 1939 und die USA haben Ende 1941 dem nationalsozialistischen Deutschland aus geopolitischen Gründen den Krieg erklärt. Wenn man sich anschaut, wie die US Administration und die Presse die heutige NS Bewegung (White Power) bekämpft, teils berechtigt, teils überzogen, wo soll denn da Raum für Faschismus sein?

    Machen Sie sich mal schlau, was Faschismus bedeutet und fangen Sie bei dessen italienischen Wurzeln an!

    1. " Ein Falke " !!! WOW ! Was für ein … bewundernswerter " Titel " ! 

      Eine unglaublich grooooosse Scheisse ist das ! Diese idiotiche Bezeichnungen !  Leute wie Mc Cain sind keine Falken , Papageien, Spatzen oder Krähen . Sie sind einfach dreckige , abscheuliche und eklige Ratten ! 

      Ob Nazis oder nicht , Abschaum ist Abschaum  . PUNKT 

      Machen SIE SICH MAL LIEBER SCHLAU , was diese Scweine so treiben und warum ein Fäkalienhaufen wie Mc Cain MEINE " Titel"  verdient hat  ! 

    2. Nizi heisst sich über andere Menschen zu stellen, genau wie Jazenjuk dei Russen als Untermenschen tituliert hat. Dieser McCain ist ein waschechter Nazi, er will diese Amischweinekultur über die Welt verbreiten.

    3. Es tut mir im Herzen weh wenn ich immer wieder diese grotesken Vergleiche mit dem "Falken" høren muss. Der Falke ist ein wunderschønes Tier voll Stolz und Anmut und hat absolut gar nichts gemein mit diesen jæmmerlichen Bastarden, deren bøsartige, schleimige Hinterhæltigkeit durch nichts mehr zu toppen ist. Ich bin sauer auf den Viet Kong da er diesen Spast, Mc Cain, nicht in seinem Kæfig hat ersaufen lassen! Oder Wolfowitz…wenn der sich wieder mal im Auftrag von Monsanto in Suedamerika blicken læsst kønnte sich doch ein armer Bauer mal ein Herz fassen und diesem schleimigen,parasitæren Zionistenbastard die Ruebe mit ner Schippe abschlagen. Das wære doch mal ne gute Meldung! 

  3. Die ostukainischen Separatisten sollten Kopfgelder auf die Mitglieder dieser faschistischen Banden aussetzen. Es würden sich dann schießwütige Freiwilligen-Korps aus aller Welt in der Ukaine zur Safari zusammenfinden. Den kriminellen neuen Spielregeln der US-Statthalter in Kiew muss mit gleichen Mitteln begegnet werden.

  4. Es ist jene Kommandeure,die manchmal fahren in den USA betteln Waffen,nach einer weiteren Niederlage gegen die Rebellen.Wie werden Sie kämpfen, wenn Sie die ganze Zeit zu verlieren?

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