Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xingua mitteilt, geht die Volksrepublik mit der Eröffnung eines Handelsplatzes für den Yuan in der Schweiz weiter in die Offensive. Die chinesische Währung soll so schrittweise zu einem ernsthaften Gegengewicht zum US-Dollar werden. Die Schweiz ist das erste Top-20-Land, welches ein Freihandelsabkommen mit China abgeschlossen hat.

Von Marco Maier

Chinas Renminbi-Yuan (RMB) ist auf dem besten Wege hin zur Weltwährung. In einem heute unterzeichneten Deal soll Zürich zum nächsten europäischen Handelsplatz für die chinesische Währung werden. "Eine Absichtserklärung zwischen den Zentralbanken beider Länder soll während des Besuchs des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in der Schweiz unterzeichnet werden. Es ist ein wichtiger Schritt in der Internationalisierung des Yuan, vor allem in Europa", wurde ein Regierungsbeamter von der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zitiert.

Die Schweiz begründete diesen Schub für das Offshore-Yuan-Geschäft mit den engen Beziehungen des Landes mit China, welches einer der wichtigsten internationalen Handelsparter der Eidgenossen ist. Die Schweiz ist das erste Land unter den weltweit 20 größten Volkswirtschaften, welches ein Freihandelsabkommen mit China abgeschlossen hat. Bereits im letzten Juli unterzeichneten beide Staaten einen bilateralen Währungsswap in Höhe von 150 Milliarden Yuan (ca. 24 Milliarden Euro).

Im Rahmen der heute unterzeichneten Vereinbarung wird die Volksrepublik der Schweiz eine Quote von 50 Milliarden Yuan (ca. 8 Milliarden Euro) im Rahmen des "Qualified Foreign Institutional Investor" (QFII) Plans zur Verfügung stellen, um damit die Einrichtung des Zürchers Offshore-RMB-Marktes zu unterstützen.

Seit dem Jahr 2010 arbeitet China daran, den Yuan schrittweise zu internationalisieren und somit den US-Dollar von seinem Thron zu stoßen. Bislang wird der Yuan bereits gegen den amerikanischen, australischen und neuseeländischen Dollar, den Euro, den japanischen Yen, das britische Pfund, den russischen Rubel, den Singapur-Dollar und den malaysischen Ringgit gehandelt. Mit der Eröffnung von Handelsplätzen in Hongkong, London und Frankfurt begann schon die Öffnung der Währung, deren globales Handelsvolumen von 2,06 Billionen Yuan im Jahr 2012 auf 3,01 Billionen Yuan im Jahr 2013 stieg.

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Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang kam am Dienstag in der Schweiz an, um am jährlichen Treffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) im schweizer Skiort Davos teilzunehmen und dies mit einem Arbeitsbesuch zu verbinden. Zum 45. Weltwirtschaftsforum werden insgesamt 40 Staats- und Regierungschefs, 260 Minister und 1.500 Wirtschaftsführer erwartet.

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12 thoughts on “Währungsoffensive: China lässt den Yuan auch in der Schweiz handeln”

  1. USA ist das es eine Kriegserklärung und wird China direkt und indirekt torpedieren! Nur in der Allianz mit den BRICS Staaten wird China die USA samt Dollar und Weltbank zum Fall bringen. Deswegen versucht die USA über die Hintertüre der US-Okkupierten Ukraine einen Krieg mit Russland anzuzünden, damit die NATO gegen Russland einschreiten muss! Ich richte einen Appell an die EU und Verantwortungsbewussten Politiker es zu keinen Krieg in Europa kommen zu lassen! Es wäre der Untergang aller Europäischer Länder! Das einzige Land in Übersee würde wieder einmal profitieren!

    1. na dann Appellier mal schön weiter. Die werden bestimmt auf dich hören. Wenn dann der Weltfrieden erreicht ist, wird in den Geschichtsbüchern stehen, das es am Appell von "alte Dame 74" gelegen hat.

      1. @AmiGoHome es ist sowieso schon schwer genug in der jetzigen Welt und Situation die Wahrheit zu sehen und das richtige zu tun. So lass uns – die die wir alle gleiches empfinden – lieber zusammenhalten und gegenseitig Unterstüzung verlauten. Verharmlosen und verspotten, das sind doch einige der vielen Tricks der Amis und deren Vasallen. So unterlasse diese nicht zielführenden Tätigkeiten doch lieber und konzentriere dich auf das Richtige und auf das Wesentliche.

        LG

    2. Hallo Alte Dame 74!

      Welche "verantwortungsbewussten" Politiker meinst Du? Ich kenne momentan eigentlich nur einen …!

      Apelle an die EU? Besser, man unterhält sich mit einer Hauswand! 

  2. Die versammelte Bande von Sklavebtreibern und Ausbeutern schaute in Davos schon irritiert in die Röhre, als Putin sie schnitt. Sie haben sich ihr Grab selber geschaufelt. Yuan und Franken auf Augenhöhe lassen die Betrüger an der Wallstreet aufheulen!

  3. Ein Kindergarten ist im Vergleich zur Welt- und Wirtschaftspolitik  gemessen  ein geordneres  Gremium, denn Kinder sind sich irgendwann einmal einig.

  4. China setzt nicht auf "grosse Fresse" wie die zionistischen US Verbrecher. Es bereitet in aller Stille, aber sicher und unerschrocken den niedergang der US Verbrecher und der übrigen Vasallen vor und das ist wunderbar. Auf zum letzten Gefecht (Internationale)

  5. London und Bankfurt sind natürlich wichtige Handelsplätze aber für die kleine Schweiz

    wird der Tanz mit den Chinesen sicher noch einige Folgen haben. Die USA haben unsere

    Politik schon einige male brüskiert mit dubiosen Strafzahlungen und Abgaben. Wie soll

    sich Bern da neutral verhalten, solange die geldgierigen Banken weiter Geschäfte (an

    den Börsen) in London und New York machen? Ich würde da aus meinem Bauchgefühl

    an sie apellieren, lasst es lieber sein mit denen! Lieber ein Ende mit schrecken als wie

    ein schrecken ohne Ende. Die Hegemonialmacht USA ist sicher am Ende, aber leider

    wissen und verstehen das noch zu wenige als dass sie entsprechend gegen die USA

    handeln. Denn aus vielen boykottierten wird plötzlich ein boykott gegen einen, die

    USA.

     

  6. /edit

    Ein Trennbankensystem ist das beste. Wir machen Politik, ihr macht Geschäfte.

    Die Gewinne der Banken werden sozialisiert, die Verluste privatisiert. Und wenn

    eine Pleite ist, wird sie abgewickelt.
     

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