Ukraine: Der Westen soll die „finanzielle Mobilmachung“ bezahlen

Während Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Obama über neue Milliardenkredite für die bankrotte Ukraine verhandeln, ruft die aus den USA importierte ukrainische Finanzministerin Natalia Jaresko schon die "finanzielle Mobilmachung" aus. Ohne Finanzhilfen aus dem Westen kann das marode Land weder die laufenden Ausgaben bewältigen, noch den Krieg im Osten des Landes weiterführen.

Von Marco Maier

Gestern führte Barack Obama ein Telefongespräch mit Angela Merkel, in dem er die US-Forderung nach einem stärkeren finanziellen Engagements der EU in der Ukraine verdeutlichte. Indessen haben die USA mittels eines umstrittenen Gesetzes beschlossen, die Ukraine mit Krediten und Waffen zu versorgen, damit Kiew den Krieg im Osten des Landes weiterführen kann.

Wie das Weiße Haus mitteilte, soll es ein "robustes internationales Finanzpaket für die Ukraine" geben. Dabei soll insbesondere die Europäische Union deutlich mehr Geld zur Verfügung stellen. Der Spekulant George Soros, der selbst viel Geld in ukrainische Staatsanleihen steckte, forderte die EU erst kürzlich dazu auf, die Ukraine finanziell stärker zu unterstützen um selbst kein Geld zu verlieren. Zynisch merkte Soros an, dass die EU dieses Geld als Verteidigungsausgaben im Krieg gegen Russland verbuchen solle.

Erst kürzlich hatte Merkel 1,8 Milliarden Euro aus europäischen Steuergeldern für die Ukraine freigegeben. Weitere 500 Millionen Euro stellte Berlin für Kreditbürgschaften bereit. Zwar will man angesichts der äußerst schlechten finanziellen Lage vieler EU-Mitgliedstaaten in Brüssel nicht gerne offen über weitere Finanzhilfen für die Ukraine sprechen, dennoch dürfte es bald schon weitere Milliarden für das Regime in Kiew geben.

"Um diesen Krieg gemeinsam mit dem Militär zu gewinnen, benötigen wir eine finanzielle Mobilisierung", so die ehemalige Angestellte des US-Außenministeriums und nunmehrige Finanzministerin der USA, Natalia Jaresko. Die Ukraine brauche die (finanzielle) Unterstützung ihrer internationalen Freunde. Kiew fordere, so Jaresko, "keine Geschenke, sondern Kredite". Damit macht sie klar, dass die nationalistische Führung in Kiew kein Interesse an einer friedlichen Lösung der Lage interessiert ist, sondern den totalen Krieg gegen die Separatisten im Donbass favorisiert.

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12 Kommentare

  1. p { margin-bottom: 0.21cm; }

    Im dem Verhältnis, vom Hegemon, zu seinen Vasallen, wird nicht verhandelt, sondern Angewiesen. Einzig die Modalitäten, der Tributzahlungen, der Bundesrepublik, können ganz leicht modifiziert werden. Aber wir müssen die Nato-Nazi Banden, im US Protektorat Restukraine finanzieren, ob wir wollen oder nicht.

    1. Mùssen muss man nur eins, sterben wenn die Zeit gekommen ist. Es gibt immer eine andere Lòsung, nichts ist alternativlos und Krieg war noch nie eine Lòsung.

  2. Das Ukrainische Volk braucht die finanzspritze dringender als das Militär das von der Nazi-Junta befehligt wird !!!

    Aber es ist doch etwas seltsam das abgewirtschaftete Länder (Griechenland und Ukraine) Militärgüter in BRD-GmbH kaufen bzw. aus der BRD-GmbH Geld dafür bekommen.

  3. Eine riesengroße Frechheit von USA/ Ukraine ständig neue Milliarden zu fordern, um weiter Krieg zu führen.  Wollen Obama u. Soros Krieg, sollen die persönlich dafür zahlen u. an vorderster Front persönlich teilnehmen. Hoffentlich siegt die Vernunft u. Erkenntnis, dass Krieg keine gute Lösung ist. Merkel sollte damit jetzt beginnen u. weitere Kriegsfinanzierung ablehnen. Es wäre eine Schande u. beschämend für Deutschland/EU, wenn sie weiteren Geldforderungen der USA/ Ukraine zustimmt u. dadurch die Menschen in der Ostukraine weiter Leid u. Zerstörung erleben.

     

     

     

  4. Frau Merkel gibt deutsche Steuergelder aus, damit Frauen, Kinder und Alte in der Osturaine ermordet werden. So die Fakten, ohne das Geld wären die kiewer Verbrecher schon geflohen oder hingerichtet.

  5. Ich bin für jährliche Neuwahlen und Volksentscheide!

    Das Resultat wäre, die "Oberen" müssten dem Willen des eigenen Volkes mehr Beachtung schenken.

    So lange das nicht möglich ist werden Einkommen ü 100 000€ p anno eine 100 %ige Beteiligung am Schlendrian der Politik leisten. Das würde sehr schnell aufhören.

    mfg

  6. Da ist sich die Clique der Westwertler einig: Die ukrainischen faschistischen Mordbrenner sind ein Teil ihres Verbrecher-Kartells (sichtbar, als diese Menschenschlächter Arm in Arm mit Poroshenko in Paris ihre Perversität von "Demokratie" und "Meinungsfreiheit" demonstrierten).

    Es wird Zeit, diese Banden von ihrer Macht zu verjagen, sie zu ergreifen und -aus Tradition- in Nürnberg abzuurteilen.

  7. "Ukraine: Der Westen soll die “finanzielle Mobilmachung” bezahlen"

    Vorschlag: Wir bewerten die Person einfach mit ganz, ganz hoher "Versicherungssumme" (im obersten Millionenbereich Euro) und schenken unseren "Rautenzeiger-Engel" dann als “finanzielle Mobilmachung” der Ukraine zur weiteren beliebigen Verwendung. Ob als »angelo custode« oder »angelo della morte« wird die Zukunft zeigen.

     

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