Boko Haram: „Wir haben sie getötet, so wie unser Gott es angeordnet hat“

In einem Video bekannte sich die islamistische Gruppe Boko Haram zum Massaker in der nigerianischen Stadt Baga und drohte mit weiteren Angriffen. Nigeria und die Nachbarländer beraten derzeit angesichts der wachsenden Bedrohung über eine gemeinsame Truppe, um damit die extremistische Organisation zu bekämpfen.

Von Marco Maier

In einem 35 Minuten langen Video führte der Führer der extremistischen Organisation, Abubakar Shekau, umringt von acht maskierten schwer bewaffneten Männern die begangenen Taten aus und drohte mit weiteren Massakern an der Bevölkerung. "Wir haben sie in der Tat getötet, so wie unser Gott es in seiner Heiligen Schrift angeordnet hat", sagte er darin. "Wir werden nicht aufhören. Ihr werdet schon sehen." Dabei drohte er auch den Nachbarländern Nigerias, die über eine gemeinsame Truppe gegen Boko Haram beraten.

Anfang Januar kamen bei einem Angriff auf die nordnigerianische Stadt Baga im Bundesstaat Borno schätzungsweise bis zu 2.000 Menschen ums Leben. Sicherheitsanalysten sehen in der Eroberung von Baga einen strategischen Erfolg für die islamistische Gruppe, die demnach als nächstes Bornos Hauptstadt Maiduguri ins Visier nehmen könnte. Experten befürchten, Boko Haram könnte die Stadt, in der sich die Organisation einst gründete, zum Zentrum eines islamischen Gottesstaates machen wollen, den sie errichten will. Seit einigen Wochen stößt die Miliz auch vermehrt nach Kamerun vor.

Die jüngste Eskalation und der Wille Nigerias und seiner Nachbarstaaten, Boko Haram nun aggressiver zu bekämpfen, könnte nun zu einem jahrelangen regionalen Krieg führen. Shekau forderte in seinem Video die Nachbarländer in einer Ansprache an die "Könige von Afrika" dazu auf, ihn anzugreifen. Er sei bereit dafür.

Die extremistische Gruppe Boko Haram soll wie einst die al-Quaida von der CIA gegründet und finanziert worden sein, um die ölreiche Region zu destabiliseren und ein Eingreifen der USA zum "Schutz der Bevölkerung" (und natürlich der Ölquellen) zu rechtfertigen.

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2 Kommentare

  1. Boko Haram unauffindbar

    Mit Satellitenkameras kann man Autoschilder lesen und das war vor 20 Jahren, Drohnen fliegen um die halbe Welt und werden von Rammstein aus gesteuert, um Unschuldige zu töten. Aber Boko Haram ist unauffindbar, weil man ihn nicht sucht, weil die USA wissen wo er ist und diese Bande steuern. Warum? Ja weil Nigeria das erölreichste Land in Afrika ist und die Schwarzen auf US-Bodenschätzen wohnen.

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