George Friedman, Gründer und Geschäftsführer von Stratfor, gab die Involvierung der US-Dienste in den Maidan-Putsch im vergangenen Frühling zu. Der Chef der als "Schatten-CIA" bezeichneten Organisation straft damit alle Abwiegler der US-Beteiligung Lügen. Die Ukraine-Krise liegt sehr wohl im Interesse der USA.

Von Marco Maier

In einem Interview mit der russischen Zeitung "Kommersant" gab Friedman zu, dass die Krise in der Ukraine eine gezielte Aktion der US-Dienste war, um damit Russland für dessen loyale Haltung zu Syriens Präsidenten, Baschar al-Assad, abzustrafen. Friedman betonte, dass die USA erkannten, welch wichtige Rolle Russland im Nahen Osten spielen könnte – und sorgten für einen Unruheherd in der Nachbarschaft, um die Rolle Moskaus im Syrien-Konflikt zu marginalisieren.

Für die USA war klar, dass Putins Bemühungen für die Regierung Assads den US-Interessen in der Region schaden würde. Immerhin war es Ziel Washingtons, Assad zu stürzen und die Rebellen zu unterstützen. Russland scheint es unterschätzt zu haben, wie ernst die Vereinigten Staaten auf die Einflussnahme Moskaus reagieren, so Friedman weiter. Für Washington wurde Russland zu einem Problem, so dass ein Ablenkungsmanöver gestartet werden musste, damit sich Moskau nicht mehr auf den Nahen Osten konzentrieren konnte. Der Maidan-Putsch war die Folge.

Immer wieder behaupteten transatlantisch ausgerichtete Journalisten und Politiker, dass die Maidan-Revolution einzig und allein vom ukrainischen Volk ausging. Dass die USA – wie Victoria "Fuck the EU" Nuland bestätigte – jedoch insgesamt 5 Milliarden Dollar zur Vorbereitung des Umsturzes investierten, interessiert scheinbar niemanden. Ebenso "unwichtig" scheint zu sein, dass Hunter Biden, Sohn des US-Vizepräsidenten Joe Biden, nun für ein ukrainisches Gasunternehmen arbeitet. Nicht zu vergessen, dass man mit der Ukraine den NATO-Raketenschirm quasi bis in den Vorhof Moskaus ausdehnen könnte.

Der US-Think-Tank "Stratfor" (Strategic Forecasting Inc.) gilt aufgrund seines nachrichtendienstlichen Charakters auch als "Schatten-CIA". Mit Hilfe von offenen und verdeckten Quellen erarbeitet die Organisation Analysen und Prognosen, die von Politik und Medien immer wieder aufgegriffen werden. Insbesondere die geopolitischen Hintergrundinformationen gelten hierbei als besonders fundiert.

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8 thoughts on “Stratfor-Chef Friedman: Die Ukraine-Krise ist eine US-Inszenierung”

    1. Lachen Sie nicht! Aber ich hatte mich für nächstes Jahr tatsächlich bereits nach Reisemöglichkeiten in Südrussland umgesehen, also Wolgograd, Rostow am Don etc. und hätte dann "natürlich" auch gern die Krim besucht. Bisher wurde ich nicht fündig …

      Vielleicht finde ich ja doch noch etwas Passendes? Dann kann ich die Krim womöglich von Russland aus besuchen?

      Im Januar gibt es hier die sehr große Touristik-Messe CMT, ich denke, dass ich dort entsprechende Reisemöglichkeiten finde.

      Ich war dieses Frühjahr zum ersten Mal in Russland ("Moskau und der Goldene Ring") – ich war und bin bis heute tief beeindruckt.

      1. Gut, ich habe ein großes Interesse an China, aber auch Russland werde ich noch bereisen. Die USA nie und nimmer. In ein Land der Kriegstreiber reist kein anständiger Mensch. Obama ich der Hitler dieser Zeit.

  1. Die USA hätte die Ukraine so oder so in Brand gesteckt. Die Bösartigkeit dieser Gang sollte man nicht unterschätzen.

    Wer die Krim kontrolliert, kontrolliert die ganze Region und ich bin überzeugt davon, dass die USA dort einen Militärstützpunkt errichten wollen.

    1. Die hatten schon die Pachtverträge für Hallen in Sewastopol. Ein ganzer US Flugzeugträgerverband stand nur Sekunden vor seiner Vernichtung und das haben die Matrosen auf der USS Donald Cook sofort begriffen, als das fortschrittlichste Radar der Welt ausfiel und sie nicht eimal eine Schrotflinte hatten, um sich gegen einen russischen Scheinangriff zu wehren. Es gibt nichts dümmeres als seinen Gegener zu unterschätzen und dem gehört jetzt die Krim.

       

  2. nur ein Blinder kann nicht sehen, daß die amerikaner den Krieg in der Ukraine angezettelt haben. Und die EU tut nur so, als wäre sie blind. Hier wird die ganze Misere in der Ostukraine gar nicht gezeigt. Und dieses Land nennt sich Demokratie! Daß ich nicht lache…..

    Bucht Eure Reisen nach Moskau und Krim. In München z.B. gibt es jede Menge russische Reisebüros, wo Russen arbeiten. Die werden Euch auch ein Visum besorgen. Rußland ist und bleibt ein traumhaft schönes Land. Und die Menschen sind immer noch gastfreundlich.

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