Ukraine: Wer Waffen sät, wird Krieg ernten

Die militärische Hochrüstung der Ukraine läuft offenbar schon seit einiger Zeit an. Allen Beteuerungen der USA zum Trotz, zeigen von Cyber-Berkut veröffentlichte Dokumente, dass die Amerikaner scheinbar schon seit einiger Zeit Waffen an die Ukraine liefern. Angesichts der Bombardierung von Donezk und anderen Städten im von den Rebellen kontrollierten Teil der Ukraine, ist dies äußerst bedenklich.

Von Marco Maier

Die Beteuerungen diverser ukrainischer Politiker, dass die Armee bald schon schlagkräftig genug sein werde, um die Rebellen in Donezk und Lugansk zu besiegen, dürften auf einem besonderen Umstand beruhen. Wie Cyber-Berkut erst kürzlich enthüllte, liefern die Amerikaner schon seit einiger Zeit nicht nur "nicht-letales Kriegsgerät" wie Ausrüstungsgegenstände, sondern ebenso auch Waffen und Munition nach Kiew.

Nachdem der in Minsk vereinbarte Waffenstillstand von den Regierungstruppen nicht eingehalten wird und sowohl die Armee, die Nationalgarde und diverse Söldnermilizen weiterhin Städte im von den Rebellen kontrollierten Gebiet mit schweren Waffen beschießen, kommt dies einer direkten Unterstützung der kriegerischen Handlungen gleich. Da die Regierungstruppen vornehmlich – und vielleicht sogar vorsätzlich – zivile Gebäude beschießen, muss man sich die Frage stellen, ob hier die USA nicht sogar Kriegsverbrechen unterstützen.

Während sich die Volksmilizen von Donezk und Lugansk gegen die vorrückenden Soldaten und Söldner Kiews wehren, wollen die Regierungstruppen offenbar das ganze Gebiet in Schutt und Asche legen. Den Tod von Zivilisten nehmen sie dabei billigend in Kauf, wenn sie mit Mörsern und Grad-Raketenwerfern Wohngebiete angreifen. Hier liegt nämlich insbesondere der qualitative Unterschied zwischen beiden Seiten. Es macht schon einen gewaltigen Unterschied aus, ob man auf bewaffnete Angreifer oder unschuldige Zivilisten schießt.

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Insofern sollte die westliche Staatengemeinschaft auch nicht nur eine Sekunde daran denken, Kiew mit Waffen zu versorgen und somit den Tod Tausender zu provozieren. Die Krise in der Ukraine ist nicht zu lösen, indem man noch mehr Kriegsgerät liefert. Die Feuerwehr löscht Brände ja auch nicht mit Öl. Das heißt aber auch, dass die äußere Unterstützung durch den Westen bzw. durch Russland, sich lediglich auf humanitäre Güter beschränken darf.

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4 Kommentare

  1. Mich wundert es nicht, dass Amerika Waffen liefert. Würde die EU es machen, würde sich wohl jeder aufregen und Putin jegliche Konversation verweigern. In letzter Zeit liest man einfach zu oft, dass die EU sehr strikte Regeln bezüglich der Waffenindustrie aufgestellt hat, dass viele Unternehmen gar nicht mehr wissen, was sie tun können, da der Krieg boomt,  nur sie können kaum Waffen liefern, da es strikte Gesetze in der EU gibt. Da wundert es mich nicht, dass KMW Rüstungsunternehmen mit Frankreich fusionieren möchte, um Waffen leichter verkaufen zu können.. Nur es ist keine Lösung, die EU müsste hier reagieren und die Gesetze öffnen. Beim Mc Donalds hat auch keiner mitzureden welchen Burger die verkaufen, außer die Käufer (Angebot und Nachfrage) und bringt auch viele Leute um. 

  2. Insofern sollte die westliche Staatengemeinschaft auch nicht nur eine Sekunde daran denken, Kiew mit Waffen zu versorgen und somit den Tod Tausender zu provozieren. …als ich den Satz gelesen habe, ist mir gleich dazu eingefallen, wenn das Krauss-Maffei Unternehmen mit Frankreich fusioniert, wird es mehr Tote geben, da das Unternehmen dann mehr Waffen ausliefern darf, wenn es mit Nexter zusammenschliesst. Wir müssen verhindern, dass das Unternehmen wo anders aufrüstet und dadurch viele Menschen getötet werden. 

  3. Es gibt nur eine Lösung als Volk Frau Merkel + Rüstungslobby derartig in die Schranken zu weisen : Mit der Abwahl drohen , das Bundeswehrimage als Kriegstruppe zu brandmarken und klar machen daß wir Frau Merkel vor das Bundesverfassungsgericht verklagen wegen Eid-

    bruch : Schaden von Deutschland fern zu halten ! Die frau wird lange von Washington und London benutzt , getäuscht und kungelt nur in Ihrem Machterhalt auf Kosten der Sicherheit

    aller Deutschen ! Klartext : Wir Deutschen boykottieren amerikanische Waren und Firmen

    auf deutschem Boden und verweigern alle als Männer den "Kriegs"dienst der Nato !!!

    Gruß Baumgarten

    1. Genau das ist auch der wahre Hintergrund für die Pegida-Angst, weshalb sie so diffamiert und bekämpft (Pop-Konzert am "Pegidatag") wird. Die Menschen erkennen immer mehr die herrschende Propaganda und Manipulation und verlassen den ihnen zugewiesenen Platz der Duldung und des Schweigens. So dumm (Merkel, EU) kann niemand sein, als das er nicht die wahren Machtmotive erkennen kann. Wenn er es dennoch angeblich nicht erkennen will, dann können nur Zwang und/oder Absicht die Ursache sein. Wie sonst wäre zu erklären, daß sich die EU gegen eigene Interessen an der rußlandfeindlichen Politik beteiligt und sich die USA heimlich ins Fäustchen lacht oder daß Freihandelsabkommen TTIP+ CETA in "Geheimverhandlungen" gegen eigene Interessen durchwinken will. In diesem Zusammenhang ist sogar die Frage nach der Sinnhaftigkeit des "€" zu stellen, der zum Nachteil Europas und zum Vorteil der USA gegen alle ökonomischen und Vernuftsgründe von "Wem"? initiiert wurde. Vom globalen Bankensystem will ich garnicht reden.

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