Ohne entsprechenden Wohnraum wird es eng: für das nächste Jahr erwartet die deutsche Bundesregierung einen Andrang von etwa 25.000 Flüchtlingen im Monat. Das wären etwa 300.000 Menschen, die insgesamt im nächsten Jahr Zuflucht in Deutschland suchen. Ursprünglich lag die Schätzung bei etwa 200.000 Asylbewerbern.

Von Marco Maier

Deutschland erfreut sich nicht nur bei der regulären Zuwanderung einer großen Beliebtheit, auch als Ziel von Flüchtlingen scheint die Bundesrepublik durchaus begehrt zu sein. Lag die Zahl der Asylanträge im Vorjahr noch bei rund 127.000, so verzeichnet Deutschland allein in den ersten 8 Monaten dieses Jahres schon etwa 116.000 Anträge. Insgesamt werden es bis Jahresende wohl bis zu 200.000 Menschen sein. Und die Tendenz ist weiter steigend. Insbesondere der Krieg in Syrien und der Vormarsch des Islamischen Staates führt dazu, dass immer mehr Menschen ihre Heimatländer verlassen. 19.000 Syrer und 3.000 Iraker fanden bislang den Weg hierher.

Nun sind die deutschen Kommunen gefordert, entsprechende Unterkünfte bereitzustellen. Doch angesichts der klammen Kassen ist dies eine gewaltige Herausforderung. CDU-Bundestagsabgeordneter Martin Pazelt ließ deshalb schon mit der Forderung aufhorchen, dass deutsche Familien Flüchtlinge bei sich aufnehmen sollen. Er selbst hat Flüchtlingen schon eine Unterkunft geboten. Inzwischen gibt es auch schon Vorschläge, die Asylbewerber in den aussterbenden Dörfern und Städtchen in den neuen Bundesländern unterzubringen. Immerhin stehen dort unzählige Häuser und Wohnungen leer und drohen zu verfallen.

Auf jeden Fall muss eine Lösung gefunden werden. Zeltstädte und Containersiedlungen sind keine brauchbare Alternative. Einfach wegsehen und die Grenzen dicht zu machen ist ebenfalls nicht machbar. Immerhin trägt Deutschland eine Mitschuld an den Zuständen, da sowohl die Politik des Westens, als auch die Ausbeutung der ärmeren Länder durch westliche Konzerne dazu beitragen, dass sich Bürgerkriege und Elend immer wieder ausbreiten. Deshalb sollten weltweit auch die Konzerne finanziell in die Pflicht genommen werden, zumal sie von der Ausbeutung der Ressourcen am meisten profitieren. Die Menschen – hier und in den Hauptherkunftsländern – dafür bezahlen lassen, dass die Profitmaximierung auf Hochtouren läuft, ist jedenfalls nicht die Lösung.

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7 thoughts on “Deutschland erwartet 2015 bis zu 300.000 Asylbewerber”

  1. Nur so mal am Rande…wie wäre es eigentlich, wenn die sog. "Bessergestellten" mit riesigem eigenen Wohnraum und anderen Immobilienbesitztümern einmal verschärft nachdenken "täten"…ob Sie nicht zur Lösung dieses Problems beitragen könnten.

    Ach wie wäre das schön – hierüber etwas Positves zu erfahren !

    Erich Richter

  2. Apropos Westen, der natürlich nicht die alleinige Schuld trägt: Wieviele "Flüchtlinge" nehmen denn die USA auf? Und, wo wir gerade dabei sind: Wieviele werden China zugeteilt, das sich gerade halb Afrika unter den Nagel reißt? Aber Deutschland trägt Mitschuld, ist klar. Und diese beinhaltet also das Vorgehen, die eigene Bevölkerung zu vernachlässigen – und die Steuerzahlungen andersweitig zu verprassen? Ja, ist klar. Vielleicht ein wenig tiefer mit der Materie beschäftigen – dieses Betroffenheits- und Schuldigkeitsgeschwurble nervt langsam.

    1. Sofort alles stoppen! wer soll die durchfuttern. Ich nicht, mein Nachbar auch nicht.

      Wir sind schon auf der Titanic angekommen. Stühlerücken oben, unten abgesoffen.

      Wilhem

  3. Das alles zahlt natürlich der dumme deutsche melkmichel. Bei 70% abgabenlast geht natürlich noch was denn am deutschen wesen soll die welt genesen. es kotzt einen sowas von an das hier die halbe welt aufschlägt und sich am deutschen sozialsystem labt. das beste wäre hier 1000 leute im jahr auszusuchen die die wirtschaft braucht und der rest soll woanders asyl beantragen.

      1. Lieber Max, wie kommen Sie denn bitte auf "Nazi ReGIERung???

        Die Nazis, aber auch das Wilhelminische Deutsche Reich pflegten sehr gute Kontakte zu muslimischen Ländern, wären aber NIE auf die Idee zügelloser kulturfremder Zuwanderung gekommen! Selbst die Kommunisten in der DDR-Führung waren vernünftig genug, Ausländer nur zum Zwecke des Lernens ins Land zu holen, damit sie es dann bei sich daheim anwenden sollten.

        Natürlich ist auch seinerzeit schon mal der Eine oder Andere hier im heutigen Mitteldeutschland hängengeblieben, aber was soll´s?

        Die haben im Gegensatz zum heutigen Asylwahn das Kraut nicht fett gemacht und sich rasch integriert, und nix von wegen "halal", Kopftuch im Sommer, getrennter Schwimmuntericht und Gebetsräume in Gymnasien, vom erlaubten "Schächten" ganz zu schweigen!

         

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