Deutsche Welle: Der antirussische Propagandakrieg soll verschärft werden

Der deutsche Staatssender "Deutsche Welle", der auch in verschiedenen Sprachen – darunter auch auf Russisch – sendet, will die mediale Anti-Putin-Schlacht deutlich intensivieren. Dies erklärte gestern der Intendant des Senders, Peter Limbourg. Dabei positionierte sich der Sender schon bislang stets in Opposition zur russischen Staatsführung.

Von Marco Maier

Wie Peter Limbourg, Intendant des Senders "Deutsche Welle", zur Wochenzeitung "Die Zeit" sagte, müsse besonders zu dem englischsprachigen russischen Staatssender "Russia Today" eine Alternative geschaffen werden. Dafür brauche die Deutsche Welle allerdings zusätzliche Mittel. Damit soll der Radiosender auch zu einem Anti-Putin-Propagandainstrument avancieren. Doch das Vorhaben stößt innerhalb der Bundesregierung nicht überall auf Zustimmung.

„Wir erleben eine internationale Desinformationskampagne durch Putin und müssen mit medialer Aufklärung dagegenhalten“, sagte der Obmann der Unions-Bundestagsfraktion im Auswärtigen Ausschuss, Roderich Kieswetter (CDU), dem Handelsblatt. „Eine gestärkte Deutsche Welle kann wirksamer Informationen und Signale der Unterstützung an die Menschen in Osteuropa senden, auch an die dort lebenden Millionen Auslandsrussen.“

Die Chefhaushälter der beiden Regierungsparteien, Norbert Barthle (CDU) und Johannes Kahrs (SPD) betonten, dass die Mittel für den Staatssender in diesem Jahr schon erhöht wurden und verwiesen auf die Haushaltsberatungen. Kahrs sagte weiters, dass er "von Propaganda" nicht viel halten würde. Kritik kam auch vom Grünen Haushälter Tobias Lindner: „Die Deutsche Welle darf nicht als Instrument in einem vermeintlichen Propaganda-Kampf gegen Putin missbraucht werden“

Limbourg hingegen verwies darauf, dass Putin mit Russia Today versuchen würde, die Weltöffentlichkeit für sich zu gewinnen und deshalb die Deutsche Welle "für unsere Werte eintreten" könne. Ob die Unterstützung des Regimes in Kiew, welches einen gnadenlosen Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt und die Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung auch noch goutiert dazu gehört, sagte er nicht. Doch wie glaubwürdig soll ein Radiosender sein, der einerseits den Rechtsextremismus im eigenen Land verteufelt, während jener in der Ukraine verniedlicht wird?

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Ein Kommentar

  1. Deutsche Welle:

    Keinen Cent Gebühren für die DT. Welle und den übrigen Verein – gehetzt wird seit Monaten genug!!!! Die Gründe für die Hetze sind an den Haaren herbeigezogen!!

     

     

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